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# 2929 | 10.04.2018 13:37:41 | Michael Schmid schrieb:
Vermisst. Anläßlich seines Buches Ausverkauf weilte der Autor 1981 auf Lesereise im Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Im Mittelpunkt des Vortrags und der sich anschließenden Diskussion: der Antisemitismus der Linken. Der Autor, argumentativ sicher und ruhig, wußte auf der ganzen Linie zu überzeugen. Der Großteil der Zuhörer sah sich in seiner Ehre verletzt und gekränkt. Es war ein wunderbarer und inhaltlich sehr erhellender Abend.
Joe:Schöner Beitrag, Michael. Besten Dank. Man darf Wolfgang Pohrt nicht vergessen.

# 2928 | 10.04.2018 11:00:43 | rebstock schrieb:
Zur Depesche vom 06.04., Heimat und so:
Die Frage ist, ob Tucholsky heute noch diese Worte zur Heimat schreiben würde. Nach der Befreiung des KZ Mauthausen schworen die Überlebenden:
„Der vieljährige Aufenthalt im Lager hat in uns das Verständnis für die Werte einer Verbrüderung der Völker vertieft. Treu diesen Idealen schwören wir, solidarisch und im gemeinsamen Einverständnis, den weiteren Kampf gegen den Imperialismus und nationale Verhetzung zu führen. So, wie die Welt durch die gemeinsame Anstrengung aller Völker von der Bedrohung durch die hitlerische Übermacht befreit wurde, so müssen wir diese erkämpfte Freiheit als das gemeinsame Gut aller Völker betrachten.
Der Friede und die Freiheit sind die Garantien des Glücks der Völker, und der Aufbau der Welt auf neuen Grundlagen sozialer und nationaler Gerechtigkeit ist der einzige Weg zur friedlichen Zusammenarbeit der Staaten und Völker. Wir wollen nach erlangter Freiheit und nach Erkämpfung der Freiheit unserer Nationen die internationale Solidarität des Lagers in unserem Gedächtnis bewahren und daraus die Lehren ziehen: Wir werden einen gemeinsamen Weg beschreiten, den Weg der unteilbaren Freiheit aller Völker, den Weg der gegenseitigen Achtung, den Weg der Zusammenarbeit am großen Werk des Aufbaus einer neuen, für alle gerechten, freien Welt.
Wir werden immer gedenken, mit welch großen blutigen Opfern aller Nationen diese neue Welt erkämpft wurde. Im Gedenken an das vergossene Blut aller Völker, im Gedenken an die Millionen, durch den Nazifaschismus ermordeten Brüder geloben wir, dass wir diesen Weg nie verlassen werden. Auf den sicheren Grundlagen internationaler Gemeinschaft wollen wir das schönste Denkmal, das wir den gefallenen Soldaten der Freiheit setzen können, errichten: DIE WELT DES FREIEN MENSCHEN. Wir wenden uns an die ganze Welt mit dem Ruf: Helft uns bei dieser Arbeit. Es lebe die internationale Solidarität! Es lebe die Freiheit!“
Joe:Vermutlich würde er den Text, dem ich das Zitat entnommen habe, noch immer so schreiben können: Es geht darin um den Größenwahn und die Deutschtümelei der Nationalisten. Tucholsky sagte: So viel wie ihr Esel verstehen wir schon lange von diesem Land: wir Sozialisten, Kommunisten usw. Das bezieht ja die Internationale quasi schon mit ein ...

# 2927 | 03.04.2018 09:33:46 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2926
Lieber Wilfried,

blauweiß oder schwarzgelb: Im Automaten rasselt's nur noch so, dass einem das Hören vergeht und das Sehen erst recht. Irgendeiner wirft nach in den Automaten wie blöd, aus Taschen ohne Böden. Aber welches Interesse waltet hier?

Ostern habe ich im "Spiegel" einen Artikel gelesen über die neue alte Lust am Wald. Die Waldau kann dabei nicht gemeint gewesen sein. Immerhin konnte man dem Beitrag entnehmen, dass das Leben im Wald auch ätzend und öd und blöd und lebens- und lustfeindlich ist. So isses, hätte man nur mich (und ein, zwei Handvoll letzte Getreue) fragen müssen. Im B-Block seh ich auch keinen Strohhut mehr leuchten. "Ich verstehe die Welt nicht mehr" (Friedrich Hebel, Maria Magdalena). Und die anstehende WM ist auch kein Trost...

# 2926 | 01.04.2018 08:19:28 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2925

Lieber Uwe,
nach dem gestrigen Auftritt der Schwarzgelben habe ich mir vom Osterhasen noch rasch einen Stadionspielautomaten gewünscht. Danke für die Anregung.

# 2925 | 17.03.2018 10:27:58 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Zu den vielen Dingen, mit denen ich immer angebe und von denen ich in Wahrheit natürlich keine Ahnung habe, gehört der Roman „Bonjour tristesse“ von Francoise Sagan (Cedille, typisch, auf der Tastatur nicht gefunden). Brauche ich auch nicht. Ich gehe ja zu den Kickers. Nachdem wir uns bei den Galaktischen von Schott Mainz am letzten Samstag eine moderate 1:4-Klatsche abgeholt haben, kommt also heute,

sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Hoffenheim II.
Schott. Hoffenheim II. Röchling. Oder gar – horribile dictu – Ulm. Wo sind wir gelandet. Wie kam uns dieses? Der Himmel ist trübe. Kein Blau, nirgends. „Die hinterm Tor“ müssen sich was anderes suchen, weil zwei der drei G-Blöcke zugemacht werden. Kann man ein Stadion eigentlich auch scheibchenweise mieten? Oder vielleicht nur eine Halbzeit? Mir schwebt da so eine Art Stadionspielautomat vor: Wenn wir Fans keine Lust mehr haben, werfen wir einfach keine Münzen mehr ein und das Spiel ist aus…

Macht alles nix. Die große zyklische Wende ist nah, und Sie werden einst sagen können, dass Sie am Wendepunkt dabei waren! Heute drei Punkte, und wir sind über dem (zweiten) Strich, den es so auch nur in der Regionalliga gibt. Lassen Sie sich, sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, mitreißen von ihren Leidenschaften: heute gilt’s. Denn bei uns gilt’s immer, und wer könnte das schon von sich sagen!

SV Stuttgarter Kickers vs. TSG Hoffenheim II
17.3., 14 Uhr, Kickersplatz auf der Waldau

# 2924 | 15.03.2018 18:52:32 | rebstock schrieb:
Re: 1919. Depesche/Einfalt
Brunzdumm oder zynisch, diese Aussagen und diese Politik beweisen: Die Klassengesellschaft war nie besiegt. Und wenn sie es war, feiert sie Auferstehung. Die Bourgeoisie weiß nicht, wie und von was das "Proletariat" lebt. Wie auch? Gelegenheiten, sich auch nur leibhaftig zu begegnen, gibt es kaum mehr. Und mit der Ausweitung der "Dienstleistungsgesellschaft" nimmt der Zwang, dies zu tun, rasant ab.

# 2923 | 15.03.2018 00:30:11 | Bernd Oehler schrieb:
Re: 1919. Depesche/Einfalt
Mitunter frage ich mich noch, ob es sich in Einzelfällen um Brunzdummheit oder Zynismus handelt, in der Regel darf man von Zynismus ausgehen. Bei Marie Antoinette war's womöglich andersrum, das war den aufrührerischen Franzosen dann aber auch egal. Die heutigen Herrschaften dürfen sich daher für die einstweilige Vorherrschaft der Menschenrechte bedanken, auch wenn sie diese ihrerseits dem unaufrührerischen Volk und insbesondere Flüchtlingen am liebsten sehr sparsam zukommen lassen würden. Dass man braune Schreihälse mit dem Merkel-Galgen ungestraft fuchteln lässt, zeigt wiederum, wie wenig ernsthaft von diesem Mob bedroht sich die Herrschaft sieht. Die klare Kante ist für G20-Demo-Touristen reserviert.

# 2922 | 08.03.2018 17:26:12 | ulle schrieb:
Die Büglerin im neuen Roman von Heinrich Steinfest heißt nicht Tanja sondern Tonia (Antonia). Die Lesung im Literaturhaus mit Heinrich Steinfest und Denis Scheck war genial! Grüße an alle Frauen (mit und ohne Bügeleisen)!
Joe:O sorry, das Buch hatte ich schon gelesen, bevor es erschienen war ... wird korrigiert.

# 2921 | 06.03.2018 16:12:38 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
In der Woche zwier, schaden weder ihm noch ihr“:

Da das ohnehin nicht, wie häufig - wohl fälschlich - kolportiert wird, von Martin Luther stammt, kann auch schlecht jemand beleidigt sein, wenn man den Ausspruch – überaus treffend – auf unser heutiges Heimspiel anwendet, zu dem ich Sie,

sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

wie stets frohgemut und bestens gelaunt auf unser lieblichen Waldau, dieser Alm der Freude, der lustspendenden Traumoase erwarte!

Denn wenig mehr als 72 Stunden werden heute zum Anpfiff verstrichen sein, seit in ruhmreichem Spiel die Namensvetter aus Offenbach wir bezwungen... und da Saarbrücken nur einen einzigen Tabellenplatz vor Offenbach rangiert, sollte leicht ein erneuter Sieg, der zweite („zwier!“) hintereinander, uns in wonnigste Wonnen entführen, wenn nicht gar in selbige stürzen oder abstürzen lassen!
Flutlicht! Frühling in der Luft! Freudigste Erregungen!

Alt-Bundesligist Stuttgarter Kickers vs. Alt-Bundesligist FC Saarbrücken
6.3., 19 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

# 2920 | 03.03.2018 19:01:36 | Ralph Jäckle schrieb:
Heute grosser Fussballsport:

Stuttgarter Kickers - Kickers Offenbach 2 : 1

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