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# 2913 | 17.02.2018 10:17:32 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Nur 32 Punkte Rückstand auf Saarbrücken. Das ist machbar. Wir haben wahrlich schon ganz anderes gemacht. Unser Vorbild ist Pita Taufatofua, der Skilangläufer aus Tonga. Mit Tonga wiederum unterhält Deutschland einen „immerwährenden Freundschaftsvertrag“, zuletzt erneuert 1977, aber das führt jetzt wieder ganz woanders hin bzw. verwirrt und verknäuelt sich schon wieder im zweiten Satz. Es ist ein Elend, und keine Winterpause der Welt ändert etwas daran. Was soll ich tun.

Saarbrücken also. Ich habe die Geschichte bestimmt schon mal erzählt, aber wenn ich mich nicht erinnere, erinnern Sie sich vielleicht auch nicht. Kennen Sie „Wembley-Egon“ Schmitt? Das ist unser Rekordnationalspieler(!), und zwar der deutschen Amateurnationalmannschaft, die es bis Ende der 70er Jahre gab. Wembley-Egon, so genannt, weil er wohl einmal mit jener Mannschaft im heiligen Wembley auflaufen durfte, spielte in der Bundesliga (und 2. Bundesliga Süd – der entsprechende Wikipedia-Eintrag ist hier etwas irreführend) für Offenbach und eben Saarbrücken. Wie man sich das für einen „Amateur“, welchselbigen Status Wembley-Egon immer innehatte, vorzustellen hat, weiß ich auch nicht. Wird schon nicht geschadet haben.

Mitte der 70er Jahre war es demnach auch, dass der FC Saarbrücken beim ruhmreichen FC Bayern Hof spielte. Ich entsinne mich eines, aus meiner damaligen Warte, schon etwas betagteren Fans aus Saarbrücken, von der langen Fahrt aus dem Saarland offenbar, nun ja, etwas mitgenommen, der wie wir hinter dem Tor stand und 90 Minuten lang „Wembley-Egon“ zur Melodie von „Rucki zucki“ intonierte. Lieder, die man nie vergisst. Seien Sie sicher,
sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

dass Ihnen das Leben auf der Waldau auch heute Unvergessliches beschert! Bringen Sie Ihr Tagebuch gleich mit!

SV Stuttgarter Kickers vs. FC Saarbrücken
Kickersplatz auf der Waldau,
17.2., 14 Uhr

# 2912 | 12.02.2018 16:51:03 | Peter Jehle schrieb:
Zur Ihrer Rede vom 10.2.:
Man müßte auch einmal die Gewerkschaften aufrütteln, damit sie sich den Umtrieben der Rechten in den Betrieben (Daimler, BMW etc,) wie der Organisation "Zentrum Automobil" (siehe Süddeutsche vom 12.2. Seite 19)in den Weg stellt. Der Schneeball rollt !!
Joe:Keine Frage. In Stuttgart ist uns das Problem vor der eigenen Haustür durchaus bewusst, und in unserem Bündnis sind auch Gewerkschafter.

# 2911 | 29.01.2018 00:59:32 | Bernd Oehler schrieb:
@#2910: Ich mag mir nicht vorstellen, welche sexuell getönten Phantasien die Student*/I_nnen jener Berliner Hochschule angesichts der Verse des Dichters plagten – ich fürchte aber, dass sie an dem Gastro-Porno, den Joe Bauer in Depesche #1909 beschreibt, nichts auszusetzen hätten.
Macht zu viel Highspeed-WLAN vielleicht doof?
Joe:Zu meiner großen Zeit im Erregungsleben gab es nur Speed ...

# 2910 | 25.01.2018 13:20:41 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Heute endlich mal was aus der klassischen patriarchalen Kunsttradition, Sonderform lyrisch sexuelle Belästigung. Kommt mir für meinen Geschmack hier eh viel zu kurz: „avenidas/avenidas y flores/flores/flores y mujeres/avenidas/avenidas y mujeres/avenidas y flores y mujeres y/un admirador“ (Eugen Gomringer)

Zu Eugen Gomringer als Basisinformation der entsprechende Wikipedia-Eintrag, hier auch Verweise zur Konkreten Poesie (mit Vorschlägen zu hermeneutisch möglichen Ansatzpunkten) und – beispielsweise – zur Stuttgarter Schule um Reinhard Döhl. et. al.

Mahlzeit.
Joe:.

# 2909 | 20.01.2018 15:11:31 | Wilfried Harthan schrieb:
StN-Kolumne DAS LETZTE FOTO

Was für eine Kolumne! Wo sonst bekommst du solche Informationen und Anregungen? Unverzichtbar, gerade in einer Zeit, in der Antisemiten wieder anfangen, gesellschaftsfähig zu werden. Besten Dank!

# 2908 | 09.01.2018 19:30:39 | Michael schrieb:
beim nächsten Dauerlauf am Nesenbach empfehle ich eine Schleife durch die Schwälblesklinge zu laufen...........Natur in der Großstadt, sehr schön zum Joggen oder spazierengehen

https://de.wikipedia.org/wiki/Schw%C3%A4lb lesklinge
Joe:Danke. Kleiner Tipp: mit bit.ly gekürzte Links funktionieren:
http://bit.ly/2DbuE2x

# 2907 | 05.01.2018 18:05:36 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2906

Spannende (mir, was freilich nichts heißen will, völlig unbekannte) Geschichte). Und illustre Namen (wobei mir „Erholungsheim für Revolutionäre“ zu gut gefällt!).
Stuttgart und Region waren damals wohl ein recht fruchtbarer Boden für Wandervogel, Lebensreformbewegung, Revolution. Stellvertretend nur Friedrich Wolf, Arzt in Stuttgart und Hechingen und einer der bekanntesten Dramatiker der Weimarer Republik (sowie des Exils und später der DDR). Ein bewegtes Leben. Ich habe gerade noch mal kurz bei Wikipedia nachgeblättert, unbekannt war mir bis dato der von ihm in Stuttgart 1932 gegründete „Spieltrupp Südwest“. Dem muss man mal nachgehen. Zum „Roten Winkel“ vielleicht ergänzend:

https://tinyurl.com/yav6v9qm

# 2906 | 05.01.2018 12:36:55 | rebstock schrieb:
Zu: Revolution, 29.12.
Weil sich auch Revolutionäre erholen müssen, gründete der Dettinger Kupferschmied Karl Raichle 1920 im Seeburger Tal hinter Urach die "Kolonie Grüner Weg", im Volksmund auch "Das Rote Haus" genannt. Raichle, 1918 am Kieler Matrosenaufstand beteiligt ( und vielleicht auch in München?), baute zusammen mit Gregor Gog und Theodor Plievier das "Erholungsheim" für Revolutionäre, das übrigens bis heute unverändert an der Erms steht. Die Gäste der Raichles waren u.a. Alexander Abusch, Max Ackermann, Max Barth, Dr. Karl und Mia Bittel,
Dr. Alfred Daniel, Hans Heinrich Ehrler, Erich Engel, Hans Gassebner, Anni Geiger-Gog, Gusto Gräser, Luidwig Christian Haeusser, Kurt Kläber, Rudolf Leonhard, Hans Lorbeer, Erich Mühsam, Otto Müller-Glösa, Karl Rapp, Dr. Erich Schairer, Ernst Schneller, Dr. med Carl Strünckmann, Erich Weinert und Dr. med Friedrich Wolf. 1930 ging das anarchistische Idyll zu Ende, mit Raichles Worten:
Die Revolution gescheitert:
keine gehängten Blaublütler, keine erschossenen Generäle, kein enteignetes Kapital,nur zukreuze kriechender waffensegnender Klerus. Vorbei! Deutsch,dumm,dämlich!
Dafür: Mord an Luxemburg und Liebknecht, Ebert und der Bluthund Noske
triumphieren, die Faschisten schon am Horizont.
Joe:... und Studenten-Truppen aus Tübingen und Stuttgart fuhren nach München, um die Revolutionäre der Räterepublik niederzumetzeln.

# 2905 | 04.01.2018 22:47:34 | Stuttgarter Demobürger schrieb:
Donnerstag, 04. Januar 2018, 1899. Depesche

Es leben die Toten, vor allem ewig.

Die Oasen dieser Stadt
wohl dem, der eine davon hat.
Das scharren der Amsel vertreibt den Tag
wohl dem, der noch einen vor sich hat.

Heslach die letzte Station vor der Endstation.

# 2904 | 31.12.2017 11:12:32 | Christoph Hofrichter schrieb:
ZU: NICHTS NEUES
Kino Obertürkheim

Hab hier ab 1958 an Samstagen nachmittags für 60 Pfennig alle "Fuzzy Jones" Filme gesehen. Damals hieß das Kino noch "Arkada" - war von "Karle" Helmreich mutig eröffnet worden. Heute leitet es sein Sohn Ralph mit großem künstlerischem Engagement. 2002 lief hier als erstes in Stuttgart der koreanische Film "JSA", wo ich mitgespielt hatte. Ralph und ich feierten das damals... Degenhardt:

 "...nur Samstag Nachmittags da warst du frei, erst um 8h begann der Film, doch vor dem Kino standst du schon um 3h - und du wartetest auf Marlon Brando und die andern Jungens aus Brooklyn - und du rauchtest so wie Richard Widmark, standst wie Frankie wiegend in den Knien..."

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