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# 2902 | 18.12.2017 18:02:20 | Ingrid von Staden schrieb:
"My grandmother said that, "When it rains while the sun is out, the devil is beating his wife", erzählt einer der Kommentatoren über das Lied des Tages. M e i n e Oma mütterlicherseits hat immer "Otschn Tschornije" gesungen... Aber "grandmothers" Kommentar hilft, den song eher von der meteorologischen Seite her zu betrachten, sonst werde ich beim Zuhören noch mehr schwermütiger als ich schon bin, wenn ich die politischen Miseren ringsum betrachte. Nichtsdestotrotz vielen Dank für diese Seite, die ich irgendwie ziemlich spät entdeckt habe, aber schon immer Fan deiner Kolumnen in den STN war und ich mich deshalb, seit Stuttgart 21, beim Kauf einer Stuttgarter Zeitung immer zwischen Pest und Cholera entscheiden musste. Habe mich dann aber wegen dieser Kolumnen meistens für Cholera (trotz Molitor) entschieden. Und das bleibt auch so. Vorerst. Ein gutes neues Jahr und nur das Allerbeste, cowboy!
Joe:Danke, danke! Auf die Zeiten der Cholera ...

# 2901 | 18.12.2017 17:00:18 | Huno schrieb:
#1891
Lieber Joe Bauer,

sorry, folgende Passage kann ich nicht ganz nachvollziehen:

"weil es nichts bringt außer ein paar hundert Lesern".
Ja sind denn paar hundert Leser nichts oder aber welcher Anzahl wird es interessant?

Schöne und erholsame Feiertage sowie alles Gute für 2018.
Natürlich auch ein dickes Dankeschön für die vielen aufbauenden, hochinteressanten, informativen und kritischen Depeschen. Diese sollten auch 2018 nicht fehlen.
Joe:Besten Dank, Huno. Der Satz bezieht sich auf den Besuch der Flaneursalon-Veranstaltungen. Und die fast immer selben Klickzahlen sagen ja nichts aus über den Umgang mit Texten, die ohne Depeschenseite eben nur in der Zeitung stünden.

# 2900 | 14.12.2017 15:33:03 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@Depesche FINALE / 13. Dezember

"...ein sehr schönes Jahresfinale im Rhythmus des Lebens. Bum!"

Hierzu zeitlose Lyrik:

"Eins
Zwei
Drei
Vier - bum bum bah - bum bah
Bum bum bah - bum bah...

Der Tag beginnt
Die Zeit verrinnt - er zögert noch ein wenig
Da ist der Kuß
Ich hab's gewußt
Rrrums - da fällt der König

Bum bum - immer wieder wieder bum bum
Bum bum - und mein Herz klopft bum bum
Bum bum - immer wieder wieder bum bum...
(...)"

Trio. Bum Bum. Musik & Text Remmler/Kralle
Joe:"Und mehr ist dazu nicht zu sagen." (Helmut Heißenbüttel)

# 2899 | 09.12.2017 08:25:40 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Stadtallendorf. Stadtallendorf. So also endet ein miserables Jahr, und könnte anders es, in diesem schlechten Sinne also: präziser enden als mit Stadtallendorf? Zum gleichnamigen Auswärtsspiel habe ich nachgesehen, wo Stadtallendorf liegt. Ich weiß es nicht mehr. Ich will es nicht wissen. Ich glaube, Eike Immel stammt aus Stadtallendorf, und der endete im Dschungelcamp. Oder war das ein anderer? Tut ja nichts.
Düsternis Trübsal Depression. Ich warte auf den Tag, da wir gegen die zweite Mannschaft spielen müssen. Von Stadtallendorf. Ich bin eine arme Sau. Man meidet mich, und so dies beim besten Willen nicht mehr möglich, werde ich verlacht.

Gestern, am Kaffeeautomaten. Zu meiner Überraschung stob man nicht auseinander wie sonst, als man meiner von ferne ansichtig wurde. Die Anhänger des Vereins für Bewegungsspiele – es gibt nur noch Anhänger des Vereins für Bewegungsspiele – unterhielten sich über das bevorstehende Spiel. Nicht gegen Stadtallendorf. Gegen Leverkusen. (Nun ja, auch nicht viel besser am Ende). Gönnerhaft, vielleicht weil Freitag war, fragte mich einer, gegen wen wir spielen würden. Stadtallendorf, sagte ich. Die Blicke, die mich trafen, verständnislos zu nennen, wäre der purste Euphemismus.
„ich habe den staub gezehrt / vom fell einer wölfin“, dichtet Claus Henneberg, und wenn mich einer fragt, wie das schmeckt, kann ich es ihm sagen.

Nun, es nützt ja nichts. Die Rasenheizung ist an, so heißt es,
sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
Grund genug also für unser aller Erscheinen! Die Rasenheizung! Auf dem Kickersplatz! Jahresabschluss 2017:
Stuttgarter Kickers vs. Eintracht Stadtallendorf
9. Dezember 2017, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau PS: Der Verein für Bewegungsspiele verlor 0:2. Wir haben noch Freunde.

# 2898 | 07.12.2017 12:26:19 | Michael schrieb:
wir waren gestern wieder bei der Nacht der Lieder, sehr schön! Karten für nächstes Jahr sind gekauft.

Danke für die Veranstaltung
Joe:Stets zu Diensten ...

# 2897 | 05.12.2017 08:25:16 | Marie schrieb:
Guten Morgen, Joe,
Euch allen, die dabei sind, wünsche ich viel Spaß und Erfolg bei der Nacht der Lieder ... ich bin auch da. Und wir sehen uns beim Flaneursalon im Schlesinger.
Joe:Danke, Marie, sehr aufmerksam. Bis Dienstag nächster Woche ...

# 2896 | 29.11.2017 22:14:10 | Volker Bringfried schrieb:
Ich will (auch) Eisenbahn spielen
Eine Realsatire mit teilweise (noch) lebenden Personen

von Volker Bringfried

Involvierte Personen

Heinz D., nicht zu verwechseln mit Hein Otto Dürr, geb. 1933 in Stuttgart;
Lothar S., nicht zu verwechseln mit Lothar Späth, geb.1937 in Sigmaringen, gest. 2016 in Stuttgart; Erwin T, nicht zu verwechseln mit Erwin Teufel, geb. 1939 in Rottweil; von 1991 bis 2005 Ministerpräsident von Baden-Württemberg;
Günther O., nicht zu verwechseln mit Günther Oettinger, geb. 1953 in Stuttgart;
Winfried K., nicht zu verwechseln mit Winfried Kretschmann, geb. 1948 in Spaichingen, z.Z. Ministerpräsident in Baden Würtemmberg;
Fritz K., nicht zu verwechseln mit Fritz Kuhn, geb. 1955 in Bad Mergentheim, z.Z. OB in Stuttgart.
Wolfgang Drexler,
Rüdiger G., nicht zu verwechseln mit Rüdiger Grube, DB-Vorstandsvorsitzender;
Tanja G, nicht zu verwechseln mit Tanja Gönner, ehemalige Verkehrsministerin in Baden-Württemberg;
Volker K, nicht zu verwechseln mit Volker Kefer, dsvort. Es fehlen:

Kurt Georg K., nicht zu verwechseln mit Kurt Georg Kiesinger (1904-1988), von 1958 bis 1966 Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Hans F., nicht zu verwechseln mit Hans Filbinger (1913-2007), von 1966 bis 1978 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Der schreckliche Krieg war zu ende, endlich schwiegen die Waffen. Jetzt galt es, alles wieder auf zu bauen; auf bewährtem, auf deutsche Wertarbeit, „made in Germany“.
Die Buben mussten nicht mehr zur HJ, jetzt konnten sie nach vorne schauen, dorthin, wo ihre Träume sind.

In den ganz frühen Fünfzigern war es endlich so weit.
Verspätet, doch nicht zu spät, war (wieder?) an Spielen, vor allem technisches Spielzeug zu denken.
Heinz bekam endlich seine lang ersehnte Märklin-Eisenbahn geschenkt; zu Weihnachten, weil das so üblich war.
Seine engsten Freunde, jene aus der Schule, beneideten ihn. Vor allem dann, wenn er hin und wieder eines der Lokomotiven oder Wagen auf dem Pausenhof herumzeigte.
Wie gerne würden sie mit ihm „Eisenbahn spielen“.
„Nichts da!“ - gebot Heinzens Vater. Der – geleitet von Standesdünkel – verbot seinem Sohn, dass andere Jungs mit einem aus dem Hause D. zusammen „Eisenbahn spielt“.
Seine Schulkameraden waren neidisch, sehr neidisch. Und sagten/fragten ihre Väter „Ich möchte (auch) Eisenbahn spielen“.
Nichts da, anderes ist wichtiger: ein Kühlschrank, ein Radio, ein VW vor dem Haus, auf der Straße.

Die Schulzeit ging zu ende, den Freundeskreis sprengte es auseinander, die Jungs gingen in alle Richtungen; sie machten allesamt Karriere, wurden bekannt, weltbekannt und berühmt.
Dann – nach Jahrzehnten – trafen sie sich. War es bei einer wichtigen Tagung, bei einem internationalen Kongress, auf politischer Bühne? War es ein „Klassentreffen“ in geselliger Runde; war es bei einem Jagdausflug in den Wäldern rings um Sigmaringen, eingeladen vom dort lebenden Adel? Gar bei einer konspirativen Zusammenkunft im Hinterzimmer eines noblen Etablissements?

Jedenfalls: sie tauschten sich aus, sprachen über dieses und jens, über Tages- und internationale Politik. Dann – bei einem dieser Begegnungen kamen sie auf ihre Schulzeit zu sprechen. Und redeten dann sogleich über jenes unerfüllte Hobby „Eisenbahn spielen“. Dabei wurden ihre Kindheitsträume zu neuem Leben erweckt; sie wurden auf ihre alten Tage, auf dem Zenit ihrer Karrieren nochmal ganz jung, gar pubertierend-kindisch – wie das so oft bei älteren Herren ist, wenn sie ein Techtelmechtel mit einer jungen Frau inszenieren.
Jedenfalls drang zunächst nichts nach außen. Das, was sie ausheckten, ausbaldowerten, blieb erst mal unter sich.

Das wärs: endlich können sie es sich leisten, endlich „Eisenbahn zu spielen“. Richtig in Fahrt gekommen, ob vom Trollinger oder von anderen Dingen, gab ein Wort das andere. Und gingen dabei ins Detail......

„Alles schön und gut, aber es gibt keine Dampflokomotiven mehr!“
„Eigentlich schade, so ganz ohne Dampfloks.“
„Dafür sind die neuen ICEs viel, viel schneller.“
„Dann braucht alles riesengroße Kurven, mit riesengroßen Radien.“
„Aber viele Tunnelbauwerke ermöglichen viele Varianten des Betriebsablaufs.“
„Züge verschwinden unter der Erde, tauchen irgendwo wieder auf.“
„In vielen verschiedenen Ebenen, kreuz und quer; nebeneinander, übereinander.“
„Und als zentralen Schnittpunkt wird ein großer unterirdischer Verschiebe-Bahnhof gebaut.“
„Wir konstruieren das so, damit sich alles im Kreis dreht – ohne, dass es auffällt.“
„Das wird, wie wir „Sieben Schwaben“ es wollen, alles rotiert im Kreis!“
„Wir sind doch gar keine sieben“.
„Dann holen wir weitere ins Boot, den Winnie oder das Fritzle!“
„Genau, die machen gerne mit!“
„Alles in naturnahem Maßstab. Nicht in „H0“, sozusagen in 1 : 87; auch nicht im Maßstab 1 : 48 – das ist „0“, oder in 1 : 32, also „1“; oder gar in 1 : 22,5 – also „2“. Nein! 1 zu 1 muss es sein!“
Also nichts virtuelles, sondern in realer Grüße 1 : 1. Koste es, was es wolle!

Gesagt getan; die Männer mit ihrem ungebremsten Tatendrang, wollten endlich den Olymp ihrer Karriere erklimmen.
Und so machen sie weiter, bis ans Ende ihrer Tage, koste es, was es wolle: ihr immer nur geträumtes „Eisenbahn spielen“ ist realität geworden!

Wird fortgesetzt – die Story „Das Spiel mit der Eisenbahn“.
Joe:Kleine Anmerkung zum Plot: Die wollen nicht "Eisenbahn spielen", sondern Immobiliengeschäfte machen ...

# 2895 | 28.11.2017 14:13:21 | Ingrid von Staden schrieb:
Hallo Joe Bauer,
sehr gute Kolumne. Danke. Habe allerdings die "Signale" vermisst. Sehr sogar. War das Absicht wegen des eh schon musikalischen Inhalts, oder?
Joe:Nein, das war schlicht und einfach ein Kopierfehler ... jetzt ist der Song wieder drin.

# 2894 | 27.11.2017 09:28:08 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2893

Lieber Wilfried,

Samstag Nachmittag, ich komme nicht völlig unzufrieden vom Kickersplatz, höre ich im Autoradio vom 4:0. Ich denke noch, da wird sich der Wilfried aber freuen. Ungefähr eine Stunde später, ich laufe in der Bahnhofswirtschaft in Süßen ein, sehe ich gerade noch die letzten beiden Schalker Tore... Wenn Du mich nach Ergebnissen vom vorvergangenen Spieltag fragst, bin ich in der Regel völlig blank. Aber ich glaube, das und die Umstände darum merke ich mir eine Weile.

Lieber Wilfried,
wir gehen doch nicht zum Fußball (schon gar nicht zu dem auf der Waldau). Uns reicht’s doch, bescheiden, ein vermaledeites Derby einfach mal ganz ordinär zu gewinnen. Der Rest ist Gedöns... aber das Rückspiel kommt. Ganz bestimmt!

# 2893 | 26.11.2017 18:44:01 | Wilfried Harthan schrieb:
@ #2892 und 2892/JB

Lieber Uwe,

hast du auch einen Zauberspruch für Schwarzgelb?

Ich verstehe dieses Derby nicht, weder die erste noch die zweite Halbzeit. Die schon gar nicht. Es gibt nur eine Erklärung: das ist Fußball, und dehalb gehen wir hin.

Ja, ja, ich weiß, ich weiß ...

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