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# 2944 | 24.05.2018 22:12:32 | R. Reinhardt schrieb:
Zu #2943: Mmh, es sollte nur eine ironische Replik auf die Depesche 1954 "Buxtehude" sein, dort steht folgender Text: "Vor allem freitagnachts bis sonntagmorgens, wenn all die Jungs aus Böblingen und Leonberg auf der Theodor-Heuss-Straße mit ihren tiefergelegten Leasing-Panzern Staubalarm auslösen". Vielleicht könnte man in den Text zu "Leonberg" und "Böblingen" noch die "Stuttgarter Halbhöhenlage" einbauen, damit's nicht ganz so einseitig ist :-).
Joe:O weh. Diese Stelle bezieht sich auf das alte, im Text erwähnte Lindenberg-Lied: „Und all die Jungs aus Buxtehude und aus Lüneburg ...“ B wie Buxtehude/Böblingen und L wie Lüneburg/Leonberg.

# 2943 | 21.05.2018 20:35:57 | R. Reinhardt schrieb:
Vor allem freitagnachts bis sonntagmorgens, wenn all die Jungs aus Stuttgart auf den Leonberger Straßen mit ihren Motorrädern mit 120 - Dezibel Klappenauspüffen angeberisch rumlärmen.
Joe:... wer soll diesen Eintrag in dieser Form verstehen?

# 2942 | 16.05.2018 21:33:20 | Michael Becker schrieb:
Lieber Joe, lieben Dank für den wunderschönen Flaneursalon im Gasparitsch, euer solidarisches Engagement macht Stuttgart so lebenswert. Ich hoffe es ist ordentlich was hängen geblieben für die tolle Arbeit, die das Stadtteilzentrum leistet. Liebe Anja, lieber Jens Peter, lieber Stefan, Ihr wart Klasse, freue mich schon auf den nächsten Salon. Liebe Grüße Michael
Joe:Ehrensache. Und prima Publikum: Immerhin 700 Euro waren im Hut ...

# 2941 | 15.05.2018 15:50:12 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2940
… und die Fisch hat die Katz gholt,
lieber Wilfried,

ich fürchte, aus Deiner Anmerkung, dass die Kickers womöglich in die Oberliga gehören, muss man das „womöglich“ streichen. Passt ja auch: Schließlich ist die Oberliga die Zweite Liga des armen – oder sagen wir: in vielerlei Hinsicht minderbemittelten – Mannes, und in diese Zweite Liga „gehören“ die Kickers, wie wir wissen, ja aus Tradition. Ich bekenne, dass es mich mit einer gewissen sardonischen Genugtuung (um die historische belastete „klammheimliche Freude“ zu vermeiden) erfüllt, dass wir es wenigstens geschafft haben, konsequent und ohne Firlefanz direkt abzusteigen. Wenn schon Vollkatastrophe, dann bitte wenigstens schäumend über den Eichstrich hinaus.

Natürlich hat dieses dreijährige Desaster begonnen mit dem vermaledeiten vierten Platz in der Dritten Liga vor drei Jahren. Noch in der Mitgliederversammlung 2015 waren die zuständigen Herren wie besoffen von den vermeintlichen Geldtöpfen der Zweiten Liga (in die die Kickers ja gehören, s.o.), obwohl da die Mannschaft schon in einer Niederlagenserie steckte, die am Schluss ihresgleichen suchte.
(Am Rande: Diese Rechnung hat dem kleinen Uwe sowieso noch niemand erklärt. Was möglicherweise mehr an Kohle reinkommt, wird doch ohnehin sofort von Spielern und dem ganzen Beraterunwesen abgegriffen, bevor es das Konto der Kickers auch nur erreicht. Sei’s jetzt drum, für den Moment. Wie mir würdige, erfahrene Männer versichern - Männer, die kein Wort zuviel reden oder gar versprechen -, gehört die Oberliga Südwest zu den stärksten 5. Ligen der Welt! Ist doch eine Sache!
Und was Zwo-f um den 11. August herum? Hockt auf der Waldau. Oder, wenn es ein Auswärtsspiel ist, in Freiberg, Reutlingen, Göppingen… ist doch jetzt alles so kuschelig nah. Auf die Blaue!

# 2940 | 14.05.2018 19:28:15 | Wilfried Harthan schrieb:
@ #2939-Joe: Wie soll das alles enden? Bei den Fischen!

Dieser Kommentar bezieht sich auf etwas völlig anderes und passt trotzdem bestens zum letzten Spieltag, womit wir beim Ernst des Lebens wären. Denn es hilft ja alles nichts, der Salon muss sich dem Desaster stellen. Die Schwarzgelben rumpeln sich auf der siebten Sohle in einen Wettbewerb, in dem sie nichts verloren haben und die Blauen rumpeln durch in die Oberliga, wohin sie womöglich gehören. Mein 5. Kickers-Abstieg jetzt, wenn meine Strichliste korrekt ist. Wie soll das alles enden? Wirklich bei den Fischen, wie Luca Brasi? Man weiß es nicht. Allenthalben gehen Traditionsvereine den Bach ab, HSV - geschenkt, Kaiserslautern - schade, Kickers - richtig schlimm. Das Problem vieler Traditionsvereine ist ihre falsche Selbstwahrnehmung: schaut alle her, wir sinds, die mit der großen Tradition! Aber Tradition ist nichts, was einem ein Anrecht auf Respekt oder gar sportlichen Erfolg gibt. Tradition ist eine verdammte Pflicht, sonst nichts. Und die Traditionsvereine, müssen auf die Herausforderungen, so wie sie sich stellen, eine Antwort finden, auf dem Platz. Und dann kommen vielleicht auch wieder Erfolg und Respekt zurück. In diesem Sinne: Auf die Blaue!

# 2939 | 11.05.2018 13:07:41 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@Tagebuch DIE LETZTE FAHRT / 11. Mai 2018

Ist einem Manne, so frage ich mich, der mit dem Fahrrad die Nordsee entlangfährt, zu helfen? Und falls ja: wie? Welche Verzweiflung waltet hier? Warum fährt einer überhaupt Fahrrad?
Noch vor wenigen Jahren wurde dem, der aus dem falschen Horizont auftauchte,auf den Weiten der Alb der Esel unter dem Sattel weggeschossen. Tröstend barg einen nach langem Gewaltmarsch mit dem Sattel auf dem Rücken und Fichtenstaub im Maul der dunkle Saloon „Zum Ochsen“ mit niederer Decke.
Heute muss es eine Fischbrötchenbude sein.
Wie soll das alles enden?
Joe:Wie soll das alles enden? Bei den Fischen!

# 2938 | 08.05.2018 08:17:21 | nesenbacher schrieb:
@1944. Depesche
Kleine Beiträge im Salon sind sehr erwünscht, trotz Vollrente. Auch über das Jubiläumsjahr hinaus. Der Salon hält Autor und Leser fit.
Übrigens: Klasse Jubiläumsveranstaltungen. Am Hafen ist Land in Sicht und im Siegle-Haus herrscht Tornado Gefahr.
Bitte unbedingt weitermachen!

# 2937 | 05.05.2018 11:36:28 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
GOETHE IN BLAU. EIN FUNDSTÜCK.

Als Goethe 1797 Hohenheim besuchte – und über den dortigen Schlossgarten die Nase rümpfte -, wird er es nicht versäumt haben, den Sprung hinüber auf die Waldau zu machen. Erstens war Goethe, wie wir wissen, sowieso überall. Zweitens standen die Ur-Blauen just zu jener Zeit im Endspiel des Carl-Eugen-Cups, eines Vorläufers des heutigen WFV-Pokals. Das Spiel gegen die Pappkameraden von den Uracher Wasserfällern ging sang- und klanglos mit 0:3 verloren. Das Menetekel war geschaffen, aber das ist eine andere Geschichte. (Im Halbfinale, immerhin, waren die Asperg Nabuccos noch mit 4:3 n.V. bezwungen worden).

Auf die Spur dieser verblüffend wenig beachteten Episode hat mich ein Fundstück aus „Dichtung und Wahrheit“ gebracht. Dort – im Zwölften Buch, in dem Goethe unter anderem seine Heimkehr nach Frankfurt nach seiner Straßburger Zeit beschreibt – zitiert er Klopstock, aber an entscheidender Stelle spektakulär-absichtsvoll falsch.

Da ich meinen Klopstock gerade irgendwie nicht zur Hand habe, zitiere ich die hier interessierende dritte Strophe der Ode „Der Eislauf“ von 1764 aus dem Internet:

„Und sollte der unsterblich nicht seyn, / Der Gesundheit uns und Freuden erfand, / Die das Roß muthig im Lauf niemals gab, / Welche der Reihn selber nicht hat?“

Wir lassen hier für den Moment die Frage unbeachtet, ob nicht Klopstock visionär auf das heutige Endspiel bei Mainz II (Rhein!) anspielt. Oder vielleicht beachten wir sie doch, denn Goethe verändert bei seiner Übernahme ein einziges Wort:

„Und sollte der unsterblich nicht sein, / Der Gesundheit uns und Freuden erfand, / Die das Roß mutig im Lauf niemals gab, / welche der Ball selber nicht hat?“

„Ball“ also für Rhein, Fußball statt Paarlauf im Eistanzen. Zufall kann das nicht sein. Wenn man weiter bedenkt, dass Goethe seine Italienische Reise da längst absolviert hatte – wo er von der Malerfürstin Angelika Kauffmann in der Kunst des Catenaccio unterwiesen worden war, wie die „Römischen Elegien“ bündig beweisen -, dann muss der Verdacht naheliegen, dass jene beobachtete Finalniederlage mit katastrophalen Abwehrfehlern ein schweres Trauma bei Goethe ausgelöst hat.

1798 erschien dann sein „Zauberlehrling“. Na also. Mehrer Beweise bedarf es nicht.

# 2936 | 05.05.2018 11:04:41 | pauli heinzelmann schrieb:
# Bezahl-Texte. Groschenromane. Pulp Fiction---
...es gab sie noch zu meiner Schulzeit ("wieder dieses Retro-Gelaber"),in einer kleinen Leihbücherei am Ostendplatz- Heftausgaben, Forts. folgt-Geschichten, Groschenromane, Comix und damals schon rechts vs.links. Rolf Torring-(Hans Warren) gegen Rote Zora, Heftausgabe (Kurt Held).Hanna Menken mit ...".die von der Webergasse "(Hallo, die kennen wir doch vom Leo), Pete und der Bund der Gerechten, die Jungs von der Paulstrasse. Und die" Vereinigung gegen Schmutz und Schund in der Jugendliteratur" gegen die ganze Pulp Fiction-Invasion aus USA. Ja damals steppte schon der Bär und alle schrieben unter Pseudo für Pfennige und Dime. PS was ich sagen will, Joe, leg dir ein Pseudo zu! Philip Marlow, vielleicht, oder Tom Dooley... nur so ein Gedanke....

# 2935 | 25.04.2018 13:29:08 | Evelyn Honore schrieb:
Lieber Joe Bauer,

etwas spät, aber dennoch, möchte ich Dir für Deine Kolumne über den Staßenmusiker, den Wolf der Finsternis, vom 30. 4. 2017 sehr danken.

Tatsächlich, ging es mir vorige Woche auch so: Ich war in der Stadt unterwegs, mein Weg führte durch die besagte Unterführung, und sein Platz war leer. Ein ungutes Gefühl beschlich mich, ich fegte es weg … Erst heute, stoße ich auf Deine Zeilen, und bin traurig.

Ich kannte den Wolf, wie viele, vom Vorbeigehen, vom Musik lauschen und einmal habe ich mich mit Ihm unterhalten und durfte ein paar Handyfotos schießen.

Da fehlt nun was, was da hin gehörte … (wie leider immer mehr im Städle)

Danke, für Dein Nachwort auf eine Person, die zur „Randgesellschaft“ gehörte.

Eve

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