Foto: © Drauz
Flaneursalon-Piraten


Foto: © Eberhard Rapp


Foto: © Drauz
Flaneursalon im Fluss

 
Lesersalon

Lesersalon

Beiträge schreiben

1 | 2 | 3 | 4 | 5 ... Ende


# 2922 | 08.03.2018 17:26:12 | ulle schrieb:
Die Büglerin im neuen Roman von Heinrich Steinfest heißt nicht Tanja sondern Tonia (Antonia). Die Lesung im Literaturhaus mit Heinrich Steinfest und Denis Scheck war genial! Grüße an alle Frauen (mit und ohne Bügeleisen)!
Joe:O sorry, das Buch hatte ich schon gelesen, bevor es erschienen war ... wird korrigiert.

# 2921 | 06.03.2018 16:12:38 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
In der Woche zwier, schaden weder ihm noch ihr“:

Da das ohnehin nicht, wie häufig - wohl fälschlich - kolportiert wird, von Martin Luther stammt, kann auch schlecht jemand beleidigt sein, wenn man den Ausspruch – überaus treffend – auf unser heutiges Heimspiel anwendet, zu dem ich Sie,

sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

wie stets frohgemut und bestens gelaunt auf unser lieblichen Waldau, dieser Alm der Freude, der lustspendenden Traumoase erwarte!

Denn wenig mehr als 72 Stunden werden heute zum Anpfiff verstrichen sein, seit in ruhmreichem Spiel die Namensvetter aus Offenbach wir bezwungen... und da Saarbrücken nur einen einzigen Tabellenplatz vor Offenbach rangiert, sollte leicht ein erneuter Sieg, der zweite („zwier!“) hintereinander, uns in wonnigste Wonnen entführen, wenn nicht gar in selbige stürzen oder abstürzen lassen!
Flutlicht! Frühling in der Luft! Freudigste Erregungen!

Alt-Bundesligist Stuttgarter Kickers vs. Alt-Bundesligist FC Saarbrücken
6.3., 19 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

# 2920 | 03.03.2018 19:01:36 | Ralph Jäckle schrieb:
Heute grosser Fussballsport:

Stuttgarter Kickers - Kickers Offenbach 2 : 1

# 2919 | 03.03.2018 09:49:36 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@AUSFLUG

Nach dem „Blauen Montag“ und dem „Blauen Mittwoch“ also ein sozusagen schneeschmelzender „Blauer Samstag“ (Entschuldigung, aber das war jetzt kaum zu vermeiden. Wer in Frankfurt an der schönen grauen Oder auftritt, muss mit ALLEM rechnen!)

In Frankfurt am wunderbaren, geliebten Main wiederum, ein Äquatorfluss wie der Kongo, wo die Küsten enden und die Weißwurst beginnt, entspringend den meditativen, in sich dunkel ruhenden Höhen des oberfränkischen Fichtelgebirges, wie Sie als bildungsgesättigte Menschen wissen, nicht gar zu weit entfernt von der legendären Fußballhochburg Hof, in Frankfurt am Main also wiederum fand neulich das erste der Montagsspiele in der Bundesliga statt. (Dortmund folgte auf dem Fuße, wie man sagt, und es ist Dortmund nicht bekommen. Der Montag ist ein fußkranker). Es gab viele Unmutsäußerungen. Darunter, äußerst zwingend und unmittelbar nachvollziehbar, das Transparent: „Montagsspiele sind wie Urlaub in Offenbach“. Jetzt sagen Sie selbst, sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, die ich als besonders empfindsam und zartfühlend kenne, höchlichst bewandert in der Kunst subtilster Differenzierung und dennoch ausgestattet mit visionärer Kraft, sonst würden Sie ja nicht ständig auf die Waldau rennen: Kann es ein niederschmetterndes Urteil geben?
Es ist jenes Offenbach, das heute seine, nun ja, Kickers auf die Waldau entsendet, mit Pannen-Olli Reck an der Linie. Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle. Nach unserer Auswärtsniederlage zuletzt eine heikle Angelegenheit, die Ihre höchste Dedikation erfordert. Einsatzbesprechung bei Fernando! Stuttgarter Kickers vs. Kickers Offenbach,
3.3., 14 Uhr, Kickersplatz auf der Waldau

# 2918 | 26.02.2018 19:41:52 | Wilfried Harthan schrieb:
@ StN-Kolumne HEUTE HÄNGT IHR UNS …

1982 konnte man in Verhoevens Film „Die Weiße Rose“ im Abspann lesen, dass die Urteile des Volksgerichtshofes immer noch Gültigkeit hatten. Man konnte es kaum glauben und doch war es so. Erst 1998 hat der Bundestag sämtliche Urteile des Volksgerichtshofs offiziell aufgehoben. Doch bis dahin hatte der Justizmord an Hans und Sophie Scholl Rechtskraft, 49 Jahre lang. Die deutsche Justiz hatte den Nazis in der Weimarer Republik durch ihre rechtslastigen Urteile den Weg geebnet. Nach 1933 war sie mit 30.000 Todesurteilen eine verlässliche Stütze des Terrors und nach 1945 hat sie alles dafür getan, um die Mörder zu schützen, vor allem die in den eigenen Reihen. Wie soll man die Geschichte dieser Justiz lesen, als Schmierenkomödie oder als Schurkenstück? Vielleicht wie Georg Büchner im Hessischen Landboten von 1834: „Die Justiz ist in Deutschland seit Jahrhunderten die Hure der deutschen Fürsten.“

# 2917 | 24.02.2018 10:27:28 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
In der sogenannten „Ewigen Tabelle“ stehen die Stuttgarter Kickers auf Rang 6, der VfB Stuttgart auf Rang 65. Nur um auch einmal die, buchstäblich, Rangunterschiede in Erinnerung zu rufen. Blöd jetzt natürlich, dass der VfB in der kommenden Saison erneut Gelegenheit haben wird, Punkte in der Liga zu sammeln und dann möglicherweise den FC Bayern Hof einholt, der sich aktuell auf Rang 61 befindet. Wollen Sie nicht glauben? Lässt sich leicht im „Kicker“ eruieren!

Freilich steht Naheliegendes an, denn wir schweifen heute in die Ferne (wieso eigentlich „schweifen“? Die althochdeutsche Wurzel des Wortes, so schlage ich nach, hatte unter anderem die Bedeutung „in Drehung versetzen“, „bogenartig gehen“, und wofür das jetzt ein gutes Omen sein soll, weiß ich auch nicht: Für die Hinfahrt? Das Spiel selbst? Gar für den Rückweg? Sollte mir Böses schwanen?).

Es steht an das Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart II im Stadion auf der Waldau, dem Kickersplatz. Dauerkarten gelten nicht, weshalb ich mir selbstverständlich mein Ticket für den heimischen Block E5 schon besorgt habe. Eine Erfahrung mit dem Potenzial zur kognitiven Dissonanz, denn wann bestellt man sich schon mal ein Ticket bei den Kickers und erhält ein solches mit den Insignien des VfBs. Soll uns, soll Sie nicht abhalten. Fernsehen ist auch da, bitte also die Frisur etwas sorgfältiger legen als soll und die Nasen sind selbstverständlich von der Kälte, nicht vom Glühwein gerötet!

VfB Stuttgart II vs. Stuttgarter Kickers
24. 02. 18, 15:30(sic!), Kickersplatz auf der Waldau

Pflichtinformation: Rot I spielt zeitgleich in Cannstatt, aber da wird angesichts dieser heutigen Konstellation natürlich keine Sau sein.

# 2916 | 23.02.2018 10:51:58 | Rudolf Reinhardt schrieb:
#1913
Das war aber "mutig" von der Justiz, dass man dem Richard Schmid 16 Jahre nach seinem Tod wieder seinen Doktor - Titel zurück gab. Wen wundert's wenn man bedenkt, dass nach dem Krieg die Nazi - Justiz nie zur Rechenschaft gezogen wurde und oft in den neuen Staat, die BRD, übernommen wurde. Verzögerungstaktik bis alle Verantwortlichen eines natürlichen Todes gestorben sind ist auch heute noch ein Kennzeichenn der Justiz, siehe z. B. das Massaker deutscher Soldaten in dem Dorf Sant'Anna di Stazzema / Italien

# 2915 | 19.02.2018 10:42:34 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2914

Lieber Wilfried,

woran eben einmal mehr hervorragend ersichtlich wird, dass sich eine solide Bildung und profundes Wissen einfach früher oder später souverän auszahlt, und wenn das dann noch in Form stets begehrenswerten Freibiers erfolgt, ist das ein schöner und gerechter Lohn für 25 Jahre höchster Konzentration, mentaler Last und kognitiver Mühsal!

Die 53. Minute vor Anpfiff hat mich bereits an der Theke bei „Fernando“ gesehen, wo mich, immer noch rechtschaffen vom Kopf her tropfend ob der schmählich-schneelichen Überraschung, dann auch die Kunde von der Absage ereilte. Machte nix, haben wir immerhin schon mal nicht verloren. Habe ich halt noch eins geordert und mich wieder getrollt. Kommenden Samstag ist ja schon wieder Auswärtsspiel zu Hause!

# 2914 | 17.02.2018 13:07:05 | Wilfried Harthan schrieb:
Lieber Uwe,

deiner wie immer wohlgesetzten Einladung auf die Waldau ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außerdem ist es jetzt ja auch schon fast zu spät. Trotzdem möchte ich nichts unversucht lassen und einen kleinen Appetitanreger aus dem Revier beisteuern.Ich war nämlich neulich zu einem Fußball-Live-Quiz von und mit Ben Redeling ins Fußballmuseum in Dortmund eingeladen. Und in der zweiten Runde kam die Frage, welcher Verein als EINZIGER gegen die Bayern eine ausgeglichene Bilanz hat. Auf der Tafel waren vier Spiele der Bayern angezeigt, der Gegner war ausgeblendet. Seit 25 Jahren hatte ich diese Ergebnisse abgespeichert und nie die Hoffnung sinken lassen, dass sich irgendwann mal irgendwer dafür interessieren könnte. Und der Moment war jetzt. Drei Punkte für die Risikofrage und am Ende gab es für unser Sieger-Team Freibier. Und wer wissen will, welcher Verein das war, der soll heute nachmittag zu den Stuttgarter Kickers auf die Waldau gehen. Aber ein bischen zackig, in 53 Minuten ist Anpfiff, so siehts aus.

# 2913 | 17.02.2018 10:17:32 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Nur 32 Punkte Rückstand auf Saarbrücken. Das ist machbar. Wir haben wahrlich schon ganz anderes gemacht. Unser Vorbild ist Pita Taufatofua, der Skilangläufer aus Tonga. Mit Tonga wiederum unterhält Deutschland einen „immerwährenden Freundschaftsvertrag“, zuletzt erneuert 1977, aber das führt jetzt wieder ganz woanders hin bzw. verwirrt und verknäuelt sich schon wieder im zweiten Satz. Es ist ein Elend, und keine Winterpause der Welt ändert etwas daran. Was soll ich tun.

Saarbrücken also. Ich habe die Geschichte bestimmt schon mal erzählt, aber wenn ich mich nicht erinnere, erinnern Sie sich vielleicht auch nicht. Kennen Sie „Wembley-Egon“ Schmitt? Das ist unser Rekordnationalspieler(!), und zwar der deutschen Amateurnationalmannschaft, die es bis Ende der 70er Jahre gab. Wembley-Egon, so genannt, weil er wohl einmal mit jener Mannschaft im heiligen Wembley auflaufen durfte, spielte in der Bundesliga (und 2. Bundesliga Süd – der entsprechende Wikipedia-Eintrag ist hier etwas irreführend) für Offenbach und eben Saarbrücken. Wie man sich das für einen „Amateur“, welchselbigen Status Wembley-Egon immer innehatte, vorzustellen hat, weiß ich auch nicht. Wird schon nicht geschadet haben.

Mitte der 70er Jahre war es demnach auch, dass der FC Saarbrücken beim ruhmreichen FC Bayern Hof spielte. Ich entsinne mich eines, aus meiner damaligen Warte, schon etwas betagteren Fans aus Saarbrücken, von der langen Fahrt aus dem Saarland offenbar, nun ja, etwas mitgenommen, der wie wir hinter dem Tor stand und 90 Minuten lang „Wembley-Egon“ zur Melodie von „Rucki zucki“ intonierte. Lieder, die man nie vergisst. Seien Sie sicher,
sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,

dass Ihnen das Leben auf der Waldau auch heute Unvergessliches beschert! Bringen Sie Ihr Tagebuch gleich mit!

SV Stuttgarter Kickers vs. FC Saarbrücken
Kickersplatz auf der Waldau,
17.2., 14 Uhr

1 | 2 | 3 | 4 | 5 ... Ende
 


Hier Ihr Beitrag:


Ich stimme zu, dass meine Angaben aus diesem Formular zur Erstellung eines Wortbeitrags im „Leserasalon“ erhoben, verarbeitet und nach nochmaliger Einwillgung durch Klick auf einen individuellen, per Bestätigungs-E-Mail versandten Link auf dieser Seite veröffentlicht werden. Hinweis: Diese Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an flaneursalon@joebauer.de widerrufen werden. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in meiner Datenschutzerklärung.

     




© 2007-2018 AD1 media ·