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# 2964 | 20.09.2018 14:32:26 | rebstock schrieb:
Zur Kolumne vom 18. 9. 2018
"Die Tatsache, dass einer überwiegend blonden Jugend in Schwaben eine überwiegende Zahl dunkelhaariger Erwachsener gegenübersteht, ist nicht auf Rasse, sondern auf die Einflüsse der südlichen Landschaft zurückzuführen." /August Lämmle: DAs Deutschlandbuch, 1935)

# 2963 | 04.09.2018 17:02:16 | Wilfried Harthan schrieb:
@ #2962

Chapeau, lieber Uwe, wieder mal hast du ein schlichtes Oberligaspiel der Blauen zum Anlass genommen, den Salon auf einen erquicklichen Ausflug ins Reich der Ostalb und der Staufer mitzunehmen. Mir fällt dazu lediglich ein Gedicht von Ludwig Uhland ein.

Der wackere Schwabe
Als Kaiser Rotbart lobesam
zum heil'gen Land gezogen kam,
da musst er mit dem frommen Heer
durch ein Gebirge wüst und leer.
Daselbst erhub sich große Not,
viel Steine gabs und wenig Brot ...

Und damit soll es jetzt gut sein, denn im weiteren Verlauf wird das Gedicht ziemlich blutrünstig und chauvinistisch, vor allem aber hatte dieses fromme Heer, wie man weiß, jede Menge Dreck am Stecken. Grund genug, seinen Nachfahren aus Schwäbisch Nazareth am Mittwoch eine klare Kante zu zeigen. Auf die Blaue!

# 2962 | 04.09.2018 14:43:30 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Friedrich II., „stupor mundi“, heiratete – oder wurde, dem Brauch der Zeit gemäß, verheiratet mit derselben - Konstanze, die Tochter des sizilianischen Königs Roger II. Zuvor schon, 1181, weilte Friedrichs des Zweiten Großvater Barbarossa auf dem Hohenstaufen, der einen weiten Blick in die Sonderbarkeiten des ostälbischen Landes gewährt, das zu durchstreifen auch heute noch nur unter Beobachtung strengster Vorsichtsmaßnahmen ratsam ist.
Vollkommen rätselhaft wird die Geschichte, wenn wir dem Forschungsergebnis von Marian Weiß folgen: „Und ein Gesang ebendieser Art wird in Richtung des Westens, zum Beispiel in Normannia, gewöhnlich gesungen von Mädchen und Jungen zur Zierde von Festen und großen Gelagen“ (1).

Eine Gemengelage, ohne Zweifel. Gmünd rühmt sich seiner staufischen Vergangenheit, Sizilien, das an die Staufer gefallen, stand zu jener Zeit unter normannischer Herrschaft. Rechnet man die unverbrüchliche Neigung des ostälbischen Menschen zu „großen Gelagen“ jedweder Art ein – Herr Vincent Klink betrieb vordem seine Wirtschaft daselbst -, ergibt sich bündig, dass der ortsansässige Fußballverein, derzeit Oberligist, den Namen „Normannia Gmünd“ (Patenverein: Stuttgarter Kickers – (2) ) als einzig treffend ansehen musste.

Drohen morgen auf der Waldau sizilianische Verhältnisse? Eine sizilianische Falle gar, wie sie das Schach angeblich kennt? Oder sollte alles in einem „großen Gelage“ enden? Liebhaber des gepflegten Niedergangs sollten in jedem Fall auf ihre Kosten kommen. Der Pate: Stuttgarter Kickers vs. Normannia Gmünd (Das Staunen der Ostalb)
Mittwoch, 05. 09., 19:00 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

(1) Marian Weiß: Der Begriff Normannia bei Johannes der Grocheio in: Frank Hentschel (Hrsg.): ‚Nationes“-Begriff im mittelalterlichen Musikschrifttum. Berlin/Boston 2016, S. 103

(2) vgl. www.fc-normannia.de/verein/historie „Als Patenverein zählen die Stuttgarter Kickers, die am 24. September 1904 als erster Verein in Gmünd antraten und dort mit 13:0 gewannen“.
(Das hätte man sich auch sparen können, d.V.)

# 2961 | 28.08.2018 11:06:30 | pauli heinzelmann schrieb:
/workshop gegen Rechts/...macht die räume eng/ Georg Büchner/..no pasaran\
Gute Idee, last men standing...yeah!

# 2960 | 27.08.2018 21:47:53 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2959

Wo denkst Du hin, lieber Wilfried,

in der Stuttgarter Presse gibt's doch keine Enten!

Auf der BVB-Seite wird die Tafel ja auch als "Für den Knusper-Kick" annonciert und als "Nervennahrung für Taktikfüchse" schwer gelobt. Hat gegen Leipzig doch schon mal super funktioniert.

Gäbe es das in Blau, nähme ich das auch. Aber was man da - mit unvorhersehbaren Folgen - in sich reinstopfen müsste, bis das wirken könnte. Hauptsache, wir haben Waldi, das Grauen in Filz.

# 2959 | 27.08.2018 16:46:31 | Wilfried Harthan schrieb:
kleiner Nachtrag zu #2955
Zunächst hatte ich ja noch die leise Hoffnung, dass ZwoF vielleicht einer Ente aufgesessen war. Doch gestern lief ein entsprechender Werbespot über die Anzeigentafel im Westfalenstadion und nun ist es klar: diese Schokolade gibt es wirklich. "Taktiktafel" - wer denkt sich eigentlich so einen Scheiß aus?
Joe:Es besteht keine Hoffnung mehr, seit es Marketingfritzen gibt.

# 2958 | 26.08.2018 13:59:44 | pauli heinzelmann schrieb:
#schmierlappe\
...alder Vadder, wo hast du das studiert, Wolle Kriwanek hätte seinen Spaß dran...Dinelo, lass da Streife laufe....
Joe:Kriwanek war ein Schullehrer und hatte von diesem Milieu keinen Dunst. Sonst hätte er nicht so spießige Lieder gemacht.

# 2957 | 26.08.2018 12:53:48 | pauli heinzelmann schrieb:
/zom schleggiga egg\
Schwäbisch hat viele Variationen, ländlich, stuttgarterisch und ein Großstadt-Slang aus alemannisch/jiddisch/romani, der im Leo und in Ostheim verbreitet war.Was z.b. heißt....wenn du stier und schicker bist oder larry mit dr schmier hast.....alles latscho?
Joe:Wenn dich ein Schmierlappen verpfeift, gibt‘s Lampen - ein paar Kilo sind aber nix gegen etliche Kalender im Kessel. Wenn du rauskommst, gibt dir vielleicht ein guter Junge en Heiermann für a Stiersüpple, bis du wieder frisch bist, alter Hartgeldlude.

# 2956 | 25.08.2018 19:32:39 | Dieter Becker schrieb:
Auf die Blaue. Der 1. Sieg in der 5.Liga.
Es wäre ja fast der befürchtete Supergau geworden. 90 min + unendlich viel Nachspielzeit. Joe im B Block. Wie immer.
Heute mit Kappe statt Hut?
Glück und gut auch ohne Hut.
Ich verneige mich.
Joe:Hüte sind nicht so gut bei Regen. Die Kappe trug die Aufschrift „Millerntor-Stadion“ - und brachte Glück.

# 2955 | 24.08.2018 18:52:07 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Eine wichtige Meldung vorab:

Der heutigen Stuttgarter Presse ist zu entnehmen, dass Borussia Dortmund mit „einem bekannten Schokolade-Hersteller aus Waldenbuch“ eine „BVB-Taktiktafel“ kreiert habe aus „Vollmilchschokolade mit 30% Kakaoanteil“, verfeinert durch „krosse Cornflakes“.
Dieses inspiriert. Ich denke da an einen schlumpfblauen Schokolade-Pudding, verfeinert mit einer vollreifen Pflaume.

Womit wir beim 1. Göppinger Sportverein 1895 e.V. wären, über dessen Geschichte uns wiederum Wikipedia unterrichtet:
„An diesen Aufstieg schloss der größte Erfolg an, als man 1944 vor den Stuttgarter Kickers Erster der Gauliga wurde und damit die württembergische Meisterschaft errang.“.
Zweifellos ein ungünstiges Vorzeichen.
Mehr Mut macht das weitere Schicksal des Vereins:
„1973 wurde die Damenabteilung des Vereins gegründet. Die folgenden Jahre waren durch Schwankungen geprägt.“.

Welche der Traditionslinien des Vereins sich durchsetzt, werden wir morgen sehen. Einen Punkt haben wir ja schon. Und sogar schon ein Tor geschossen. Mit ein wenig Pudding vor dem Spiel sollte das schon hinhauen. Es sei denn freilich, die Damenabteilung käme. Dann könnte das freilich schwankend werden. Mit und ohne Vorabbier bei "Fernando".

SV Stuttgarter Kickers vs. 1. Göppinger Sportverein
25.08. 18, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau
Joe:Gut, Herr Pfeifer, das war die unter Umständen politisch etwas unkorrekte Gauliga. Jetzt allerdings erleben wir gegen Göppingen womöglich den GAU in der 5. Liga.

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