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# 91 | 18.02.2010 11:06:23 | Cornelia Pfadenhauer schrieb:
@Schneider etc.
Das ist doch fürsorglich und verständnisvoll!
Danke für den Bescheid und dass Sie offensichtlich gleich noch mal zur Liederhalle rübergelaufen sind, um das zu klären. Kusshand in den Westen! Dann also bis Mai 2011. Ich freue mich riesig.
Heute früh habe ich nach der Erstversorgung mit NACHRICHTEN und Brot die Grüße der Nachbarn entgegen genommen und gedankt. Ebenso Licht getankt. Der Winter- und Schönheitsschlaf geht aufs Ende zu. Ich muss fit sein für nächste Woche (FLANEURSALON).
Was die morgendlichen Grüße anbelangt, sind es bei uns im Umfeld vorwiegend die Betagten, die schon früh unterwegs sind. Ordentlich zurechtgemacht und freundlich gestimmt machen gerade die älteren Herrschaften oft mehr Freude und Mut als meine Altersgruppe. Zum Beispiel Frau G. mit ihrem Gugelhupfhundle im Rollatorkörbchen geht nie ohne Hut, Schal, Ohrclips und lustigen Spruch. Einer der Herren hat heute zum Gruß sogar an seinen Hut getippt. Früher wurde der Hut ja gelupft. Da war mal einer dabei, der hat seinen Hut direkt gelüftet. Er ließ seinen Hut am langen Arm verhungern und man konnte sich noch drei Mal umdrehen, bevor der Hut wieder auf den Kopf des Herrn zurückfand. So etwas würde heute kurioser anmuten wie der Mitbürger, der hauptsächlich samstags mit überdimensionalem Blechschild mit der Aufschrift „Säuglingstaufe ist Satanswerk“ durch die Stadt geht.
Joe:Demnächst werde ich, mit Rücksicht auf die Programmvielfalt, den Pfadenhauer-Privatkanal eröffnen.

# 90 | 17.02.2010 18:32:32 | Cornelia Pfadenhauer schrieb:
@ Tote Männer

Yes Sirs!
Wie mir scheint, habe ich immer noch nicht ausgelernt hier.
Danke für die Musikempfehlung.

Hat jemand von Ihnen die Macht, Helge Schneider das nächste Mal für Mai nach Stuttgart zu bestellen? Ich halte in der Faschingswoche traditionell Winterschlaf.
Joe:Herr Schneider hat gesagt, ihm wäre recht, wenn Sie keiner weckt.

# 89 | 17.02.2010 14:41:03 | rebstock schrieb:
Hörbefehl: Dan Reeders gleichnamiges Album und The New Century. Hört, und ihr hört auf, tote Männer zu zitieren.
Joe:Genau. Tote Männer tanzen nicht.

# 88 | 17.02.2010 10:06:27 | Dieter Münch schrieb:
Hier spricht der Torfkopf: Anregung aufgenommen. Dr Salon heimelt an, besonders wemmr bei de Fischkepf romgurkt. Nehme Anregung von Gugger Rolf H. Schübel auf: ....dann lass uns tafeln. Vielleicht an einem Donnerstag in dieser Weinstube x (was ja ne Schleichwerbung wäre)
Joe:War gerade bei Helge Schneider. Den, Torfkopf, habe ich besser verstanden (siehe Depeschen).

# 87 | 16.02.2010 21:51:09 | Aland Ibn Icht schrieb:
Wo bin ich denn hier gelandet?!?

Mama! Ich will nach Hause!

Mach bitte den Winter weg!
Joe:Auf der Sonnenseite des Netzbetriebs bist Du gelandet. In Österreich würde hier stehen: Geh scheißen!

# 86 | 16.02.2010 14:57:08 | Elisabeth Berries schrieb:
@ Lyrik
Also gut, Lyrik künftig nur noch aus der leiblichen Werkstätte.
Joe:Bitte elektronisch.

# 85 | 16.02.2010 10:03:53 | Elisabeth Berries schrieb:
@Lyrik-Ecke
Pflücke die Stunde, wär sie noch so blaß,
Ein falbes Moos, vom Dunst des Moores naß,
Ein farblos Blümchen, flatternd auf der Heide;
Ach, einst von allem träumt die Seele süß,
Von allem, was ihr eigen, sie verließ,
Und mancher Seufzer gilt entflohnem Leide.
Aus „Carpe diem!“
von Annette v. Droste-Hülshoff
Joe:Bei aller Pietät: Irgendwann bekomme ich Probleme mit den Urheberrechten. Dann mache ich Nasse, wie der Altstadt-Lyriker sagt, und bitte um Moos von der Heide.

# 84 | 16.02.2010 06:12:31 | Attila Zöldi schrieb:
ARZT IV

Abgestandene Luft ringt mit grellem Licht.
Die weiße Braut starrt mich steril an. Mein erster Gedanke: Die hat nichts mit Unschuld zu tun.
Ehe ich mich versehe, rase ich mit Lichtgeschwindigkeit durch die Cyberwelt. Als neunstellige Nummer auf meiner Chip-Karte. Rundum durchleuchtet. Meine Organe liegen sichtbar auf dem Tresen: Herz, Nieren, Bauchspeicheldrüse - alles am Platz. Ach ja, die Praxisgebühr.
Behkahkah: Beitragserhöhung.
„Bitte nehmen Sie noch kurz im Wartezimmer Platz.“ Kurz ist relativ. Vor allem als Kassenpatient. Dank spannender Lektüre vergehen die zweieinhalb Stunden wie im Flug. Ein Knabe plärrt mir liebevoll Heavy Metal ins Ohr. Früh übt sich, wer ein echter Rocker werden will. Meine innere Stimme sagt: Du bist auf dem Highway to Hell.
Zwischen Hepatitis, Gastritis und Lungenkarzinom brüllt es mich aus einer Broschüre an: „Gesund durch den Alltag!“ Allmählich kriege ich es mit der Angst zu tun. Gürtelrose in voller Blüte. Ein finsterer Ort.
Mich quält die Frage: Wie spreche ich ihn an? Ein förmliches „Guten Tag, Herr Doktor“ oder eher ein lässiges „Howdy, Medizinmann“? Zum Teufel.
Plötzlich bittet er mich in seinen Tempel: Der Leibhaftige. Kaum älter als ich. Es riecht nach Desinfektionsmittel. Auf seinem Opferaltar Kanülen und Folterinstrumente. Will mein Blut, dieser Vampir. Ausgeliefert.
Geballtes Wissen trifft mich wie ein Faustschlag. Herr, ich bin Deiner unwürdig!
Dann die Diagnose: Hypothyreose.
Ein Rezept. Ein feuchter Händedruck. Der Nächste bitte. Keine Zeit für Gefühlsduselei. Effizientes Gesundheitsmanagement heißt das.
Ernüchtert schwebe ich durch die Tür. Nichts wie weg. Ein finsterer Ort.
Ich atme ruhiger, der Puls geht normal. Nochmal gutgegangen.
An der Imbissbude eine Curry Spezial. Und ein Bier. Ich lebe.
Joe:...wie lange Du noch lebst, sage ich Dir, wenn ich weiß, wo Du die Curry Spezial genommen hast.

# 83 | 15.02.2010 21:05:21 | Karin Bradatsch schrieb:
@Joe Bauers StN-Kolumne „Nennt ihn Bonatz-Bahnhof“,
Depesche vom 13. 02. 2010

In erster Auflage erschien das Kiehnle-Kochbuch im Jahr 1919. Daraus buk meine Großmutter zu Weihnachten feinste Hindenburg-Schnitten. Schon als Kinder fanden wir den Namen diesem köstlichen Gebäck unangemessen. In den 90-er Jahren, als sich das Kochbuch meiner Großmutter in Einzelteile auflöste, kaufte ich eigens zur Herstellung dieser Schnitten eine 1995-er Auflage des Kiehnle-Kochbuches . Enttäuscht über das Fehlen des Rezeptes für das gute Gebäck mit dem schandvollen Namen legte ich es für Jahre beiseite und fand viel später doch, was ich suchte. Die Präsidentenschnitten in dieser Auflage offenbarten sich als das, was ich vergeblich unter dem Namen Hindenburg gesucht hatte. Dass ein sensibler Mensch im Haedecke-Verlag die köstlichen Schnitten vom obszönen Namen befreite, ehrt ihn. Und vielleicht rettet die neue Mehrheit im Stadtrat dem Koloss gegenüber dem Bonatz-Bahnhof die Ehre, indem sie ihm, dem Hindenburgbau, einen neuen Namen schenkt.

# 82 | 15.02.2010 12:16:41 | Cornelia Pfadenhauer schrieb:
@Robert Gernhardt/Gottfried Benn

Herrlich!
Beide Dichter haben sich auch mit Nord und Süd beschäftigt.
So schrieb Benn:
„Herkunft, Lebenslauf – Unsinn! Aus Jüterbog oder Königsberg stammen die meisten, und in irgendeinem Schwarzwald endet man seit je.“
Und Gernhardt:
„Und was noch gut ist an Kiel: Man ist schnell im Elsass!“ Dazu natürlich eine Zeichnung á la Gernhardt zum Steine erweichen.
Mir reicht an 300 Tagen im Jahr der Süden und ich freue mich jeden Tag, dass ich in Stuttgart leben darf. Darin seit neuestem auch der Lesersalon als erhaltenswerter Ort.
Zum Dank für die bisherigen Tipps reihum und als geschickte Überleitung noch eine Sache, die sich – wie ich finde – gut anlässt.
Seit ca. fünf Vierteljahren gibt es einen Stern, der von der Tübinger Straße aus (weil zweisprachig) in die Welt leuchtet. Für alle, die sich mit Inszenierungen im Raum beschäftigen möchten:
Magazin PLOT, vierteljährlich, erhältlich bei Rita Limacher im Königsbau.
Alles weitere unter www.plotmag.com
Joe:Kostenlose Produktwerbung auf dieser Seite ist und bleibt mir vorbehalten.

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