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# 143 | 26.03.2010 18:05:26 | Bernd schrieb:
Hey Joe,

spät kümmt er, doch er kümmt.
Der "Danksagungsbeitrag" im Namen der Friedenau.
Euer Auftritt war klasse, der Osten zeigt sich beeindruckt.
Ein diesmal (lautstärkemässig) zurückhaltenderer Gaedt, fast leise gab er den Conferencier und künstler, gewohnt souverän.
Anja Binder (den wenigsten bekannt)hat mit Ihrem Gesangestalent die meisten Fragen aufgeworfen; hat uns verzaubert.
Obwohl ich alle deine Beiträge kannte, sind sie von dir vorgetragen um ein Vielfaches eindringlicher, tiefer.
Wir waren bis weit nach Mitternacht beseelt und angetan. Weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deinem Flaneursalon.
Joe:Danke, Danke. Die Beiträge, die du aus der Zeitung kennst, werden für Lesungen übrigens alle neu geschrieben... Kolumnen haben oft zu wenig Platz oder sind nicht der richtige Ort fürs Erzählen.

# 142 | 25.03.2010 15:38:54 | Bernhard schrieb:
@Werbechef
So geht also Internet und Kommunikation. Denkst Du! Internet besteht zu 99 Prozent aus Porno und Datenmüll, das weiß doch jede Suchmaschine. Das verbliebene eine Prozent umfasst vermutlich immer noch ein paar Milliarden Internetseiten. Will der Werbechef im Internet kommunizieren, muss er sich gewaltig anstrengen, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Nach dem Sender/Empfänger-Gedöns aus der Kommunikationstheorie muss er im Internet jede Menge senden, damit er überhaupt ein Feedback vom Empfänger bekommt. Hört ja fast kein Schwein zu. Trifft die gesendete Botschaft zufällig doch die Lauscher eines Empfängers, muss sie zunächst seine Aufmerksamkeit und sein Interesse wecken. Will sagen, dass die, „die neugierig reinglotzen, aber nie selbst etwas schreiben“ dazu einen notwendigen Anreiz verspüren müssen. A-I-D-A: Attention – Interest – Desire – Action: nur so geht Kommunikation für den Werbechef. Mehr Titten auf den Titel, Sex sells, denkt sich der vom Stern. Krawall machen, extreme Positionen vetreten und provozieren denken sich andere. Funktioniert auch. Oder Gewinnspiele vielleicht. Schlüsselreize brauchst du eben, damit es in deinem Salonkonsortium nur so rattert im Besucherzähler und deine Eintrittskarten weg gehen wie warme Semmeln.

Konkrete Vorschläge: 1. Nackte Tatsachen
Ist trotz deines definierten Athletenkörpers vielleicht keine so gute Idee. Könnte aber funktionieren. Feedback vielleicht garantiert.

2. Krawall machen
Behaupte, dass Facebook und die ganzen anderen Communities im Internet quasi die Stasi-2.0 sind, und dass es jedem, der sich dort zum IM-Deppen macht, gehörig an Hirn fehlt. Feedback garantiert.

3. Extreme Positionen vertreten und provozieren
Behaupte, dass du nach eingehender Abwägung aller Argumente und Analyse der Fakten, nun von Herzen das Stuttgart21-Projekt befürwortest. Feedback mehr als garantiert.

4. Gewinnspiele und ähnliche Tricks
Verlose wöchentlich unter den schreibenden Teilnehmern des Lesersalons eine exklusive Flaneurcard mit Backstage-Zulassung für den Flaneursalon, von mir aus mit miles-and-more-Funktion. Die schreiben sich die Finger wund.

Schaff dir ne 0190-Nummer für Mehrwertdienste und ein Tonband an, auf dem die ungeschnittene, noch spannendere Fassung deiner Texte zu 2 Euro die Minute zu hören ist. Bau aber ein paar Warteschleifen ein. Bringt Extrakohle für deine Musiker.

Setz das Gerücht in die Welt, dass Helmut Schmidt regelmäßig in deinem Flaneursalon seine Menthol-Zigaretten pafft und sich prächtig amüsiert. Lockt nicht nur radikale Nichtraucher an.
Joe:Also, ich sach mal, erst muss mein Computer wieder funktionieren, dann kann ich Krawall machen und Porno und Desire.

# 141 | 24.03.2010 15:45:14 | joe bauer schrieb:
Immer neugierig reinglotzen, aber nie selbst was schreiben - so geht Internet. Das ist Kommunikation, sagt der Werbechef.

# 140 | 21.03.2010 10:41:12 | Hans-Ulrich Wagner schrieb:
Bezüglich der Informationen zur Platane als solcher, keimen mir (gerade völlig schwindelig und konfus nach Betrachtung eines Bildes in den Stuttgarter Nachrichten, das die neue Streckenführung im Bereich des Flughafens illustrieren will. Anscheinend sollen dort mehrere Arten von Schienenfahrzeugen umeinander herumfahren, wie Ballgäste bei den Gesellschaftstänzen im England des 19ten Jahrhunderts) sonderbare Ideen. Wolfgang Drexler ist vielleicht eine Art Platane (?) – ein hier nicht heimisches Gewächs aus einer südlichen Gegend, wo man schon immer auf den großartigen Stuttgarter Kopfbahnhof neidisch war. Er zählt zu einer Art, die einst eine große Zeit hatte, so ungefähr ab 1900 sehr in Mode war, als man noch wusste, wen oder was man wählt, die aber inzwischen nur noch ein übelriechender Klebstoff für die Filzmatten der Geschaftelhuberparteien ist. Ansonsten stehen sie (die Artgenossen) rum. Weil ihnen die hiesigen Temperaturen manchmal zu niedrig sind, reisen sie auch gern in die Toscana. Die Zahl derer, denen sie als Lebensgrundlage dienen, ist gering. Was sie an Überbleibseln verursachen, ist im Weg, verrottet nicht vorschriftsgemäß. Komische Kugeln, Gedankenblasen, entstehen in ihnen. Man kann nur hoffen, daß noch einiges (der ganze Scheiß nämlich) beim Zusammenrechen zerplatzt. Sonst müsste man empfehlen, in Zukunft mit dem Auto zu einem sicheren Bahnhof (Ulm, Horb,...) zu fahren, um von dort aus die Reise im Wagon fortzusetzen.

# 139 | 20.03.2010 16:26:17 | Wilfried Harthan schrieb:
@StN-Kolumne Tonto, Tonto. Kickers, Platanen und BVB

Herr Bauer kennt nicht den Unterschied zwischen einer Platane und Ahorn. Das macht, was die Platane betrifft, gar nichts. Platanen sind Kroppzeug und gehören allesamt weggehauen, sagt mein Kumpel Micha, der Naturschützer. Platanen sind keine heimischen Hölzer, sie kommen aus Südeuropa. Um 1900 kamen sie groß in Mode und wurden überall in Deutschland angepflanzt und da stehen sie jetzt rum. Ihr Laub vermodert bei den deutschen Temperaturen extrem langsam und auf irgendeinem Index für die Zahl der Tiere, denen ein Baum als Lebensgrundlage dient, rangiert die Platane auch ganz hinten, so mein Kumpel Micha. Seit ich für einen Garten mit einer 100-Jahre-alten Platane zuständig bin, verstehe ich ihn voll. Das Laub, das in Riesenmengen anfällt, vermodert wirklich ums Verrecken nicht und im Herbst fallen so komische Kugeln vom Baum. Und wenn man die zusammenrechen will fällt der ganze Scheiß auseinander. So siehts aus, Herr Bauer.

Nach dem gestrigen Kickers-Sieg in Ulm, den ich am Live-Ticker auf der Kickers-Homepage verfolgt habe, ging ich heute früh frohgestimmt daran, endlich mal Laub und sonstigen Platanenschrott zu entsorgen. Stundenlang im Nieselregen. Ätzend. Aber weggehauen wird die Palatane trotzdem nicht. Im Sommer ist sie wieder wunderschön. Weggehauen werden nachher die Rotweißen von Bayer Leverkusen. Macht ja sonst keiner, bleibt doch wieder alles am BVB hängen. Aber der Borusse hilft gern.
Joe:Platanen sind demnach nicht Ahörner, sondern Bähhörner. Kickers groß, wünsche ein gutes BVB-Spiel: Knipst den Osram aus!

# 138 | 20.03.2010 12:28:25 | Reinmar Wipper schrieb:
@StN-Kolumne "Tonto, Tonto" vom 20. 3. 10
In Saft und Kraft eröffnet Joe Bauer die Frühjahrsstürme im Blätterwald. Diese Stadt, die ich angefangen habe zu lieben, als noch lange Dampfloks den Bonatz-Bahnhof mit Dampf und Eisen gefüllt haben und die Straßen der Innenstadt wie Zahnreihen im Gruselkabinett der Zahntechniker aussahen: Von oben rechts sechs bis unten links sieben eine aufgebohrte Ruine an der anderen, diese Stadt soll ihr zentrales Merkmal wegkastriert bekommen, diesem väterlich-schützenden Riesenphallus sollen unten die Eier weggeschnitten werden. Fünf Jahre habe ich in Stuttgart gelebt, intensiver als je irgendwo anders, als Student, Straßenbahnschaffner, Nachtclubpianist und Schlossplatzgammler. Und immer war der Bahnhof MEIN Bahnhof, so wie für Zigtausend andere auch: Zentrum und Orientierung, Drehscheibe und Treffpunkt, Startbahn und Heimathafen. Und den zerfräsen und zerdrechseln sie jetzt zur letzten großen Ruine nach 1945, die Mixxer, Trixxer, Drexxler und Wixxer, mit ihren verlogenen Reden, getürkten Zahlen, windschiefen Perspektiven und wachsweichen Autoritäten. Zeit wird´s, dass viel mehr Leute es Joe Bauer gleich tun, sich als Stadtstrolch aufmachen und diesen Strolchen des Machtmissbrauchs die Trillerpfeife ans Ohr und die rote Kelle in Fahrtrichtung halten: Einsteigen, Türen schließen selbsttätig, raus aus unserer Stadt!

# 137 | 19.03.2010 22:42:20 | Geyst schrieb:
Ich mach ja den ganzen Quatsch mit, Twitter, Facebook etc. Als ich also heute morgen bei Twitter nachschaute ob jemand was Interessantes zu berichten wußte, stieß ich auf einen Tweet von Weißbooks (http://www.weissbooks.com/). Dort wird Vincent Klink verlinkt, der einen Gedichtband aus jenem Verlag lobend erwähnt. http://www.wielandshoehe.de/html/februar2.htm l
Ich dachte mir, wenn du schon mal bei Klink bist, schau dich noch ein wenig um. Auf "Vincents Musik" erfuhr ich dann, dass der Meisterkoch am 07.11.10 im Theaterhaus Stuttgart bei Joe Bauers "Flaniersalon" auftritt. Nun, das ist besser als "Frisiersalon" und überhaupt eigentlich ganz schön.
Joe:Koch bleibt Koch, Vincent meinte Frittiersalon. Mahlzeit, Herr Geist. Sie sind selbstverständlich eingeladen. Herr Klink kommt übrigens mit seinem Klasse-Pianisten Patrick Bebelaar in den Flaneursalon.

# 136 | 18.03.2010 14:47:23 | Bernhard schrieb:
@Joe
Bin kein Missionar, aber katholisch. Reden kann man auch mit Kriminellen. Wie hast du dir das vorgestellt? Erst mal die Fresse polieren und nachher erklären warum. Klar, das könnte auch funktionieren. Ich denke darüber nach.
Bin derweil froh, dass sich mein Berufswunsch aus der Kindheit nicht erfüllt hat. Ich wollte als kleiner Junge nämlich mal Papst werden, oder zumindest Bischof. So motiviert ging ich ins wöchentliche Messdienertraining. Väterliche Weitsicht und schmaler Geldbeutel ließen mir damals zwei Alternativen: Entweder Messe dienen oder im Fußballverein kicken. Beides geht nicht. Nach nur drei Wochen im muffigen Messdienertalar gab ich die Papstkarriere auf und entschloss mich doch lieber Fußballprofi zu werden. Hat zwar auch nicht geklappt, aber wer weiß, welche unliebsamen Kindheitserfahrungen mir so erspart geblieben sind.
Joe:Gott sei Dank nicht noch ein Fall... langsam wird's penetrant.

# 135 | 17.03.2010 18:37:17 | Bernhard schrieb:
Konstant
Die Gravitationskonstante bleibt konstant, meldet die FAZ heute: Gott sei Dank sollte man meinen, denn wäre dem nicht so, hätte die Menschheit ein ernsthaftes, existentielles Problem. Behaupten die Physiker. Die müssten dann auch allerhand neu berechnen und anders erklären. Keine schöne Sache – für Physiker. Es gibt noch ein paar andere Konstanten, die uns vermutlich der Dreifaltige da oben eingebrockt hat. Etwa, dass Bayern immer Meister wird, oder dass nie etwas Gutes dabei rauskommt, wenn sich viele schlechte Kerle zusammen tun, um für sich Gutes zu bewirken. Was ja fast aufs gleiche raus kommt. Beim legendären Poker-Raub kürzlich war’s auch so. Oder nehmen wir mal die katholische Kirche. Organisiertes Verbrechen ist das, was die Herren so tun, wie man tagtäglich in der Zeitung liest. Ekelhaft! Man möchte ständig an Kirchenmauern spucken. Manche Diener Gottes tun schon lange nichts Ehrenwertes mehr, und die, die dazu schweigen sind genauso wenig Ehrenmänner. „Der unbeweibte Mann neige zur Verwahrlosung“, schrieb mal jemand. Habe vergessen wer es war. Martenstein vielleicht, oder Goldt oder so. Keine Ahnung! Aber egal, es stimmt exakt! (Die gleichgeschlechtlich verkehrenden Herren mal ausgenommen, solange sie bei Liebeskummer nicht gleich die Pistole zücken). Ganze Gruppen von unbeweibten Männern sind wie die Apokalypse. Nicht auszuhalten. Weder nachts in der Königstraße, oder im Wirtshaus, oder im Fußballstadion. Selbst wenn man zurzeit den Stockenten auf dem Feuersee beim Balzen zusieht: Zu viele Donalds, viel zu wenige Daisys. Chaos! Brutal geht’s da zu, beim Enten-Gangbang. Aber zurück zum lieben Gott. Der hatte das Problem doch eigentlich schon gelöst. Es werden eindeutig mehr Frauen als Männer geboren. Dass sich die Popen trotzdem den Segen weiblicher Gesellschaft versagen und sich so in ihrer Männerbündelei zwangsläufigerweise der emotionalen Verwahrlosung hingeben, das war gewiss nicht in seinem Sinne. Werde demnächst mal mit einem Pfarrer über Naturkonstanten reden.
Joe:So, aha, mit einem Pfarrer willst Du reden, über Naturkonstanten. Bist Du Missionar? In Deinem Alter sollte man um kriminelle Vereinigungen einen Bogen machen. Man verhaftet Dich schneller als die Poker-Banditen.

# 134 | 17.03.2010 11:01:57 | putte schrieb:
Joe, bist du denn tatsächlich auf Facebook zu finden? Falls ja, lohnt sich auf jeden Fall die Gruppe 'Loch21'. Inhaltlich befasst sie sich mit der wahren Alternative zu Stuttgart 21, die mehr und mehr Anhänger aus allen Lagern findet. Die Idee in Kurzform: Wir graben, alle zusammen, das größte Loch der Welt. Der Bauschutt wird auf den Monte Scherbelino geschüttet, um dort das erste Skigebiet Stuttgarts zu errichten. Das Tolle: Die Kosten sind gering, da sowohl Aushub als auch Aufschüttung von den Bürgern selbst vorgenommen werden. Hierzu wird es Familiengrabungswochenenden geben. Schaufeln, Eimer und Spaten werden zu äusserst günstigen Konditionen von allen Baumärkten dieser Stadt verkauft.
Man stelle sich nur vor wie viele Touristen aus aller Welt kommen werden! Vom Glamour-Faktor ganz zu schweigen.

www.loch21.de
Joe:Hole in one!

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