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# 3008 | 08.11.2019 16:20:18 | Ingrid von Staden schrieb:
Lieber Joe Bauer,
nein, das darf doch nicht wahr sein! Du willst tatsächlich aufhören? Egal, über was du in deinen Kolumnen geschrieben hast, ob im historischen Kontext, über aktuelle Missstände, deine Meinung, bruddelig, klug und hochspannend, das hat für mich noch die STN zusammengehalten . Und immer, wenn ich in den STN deine Kolumnen las, hatte ich wenigstens noch ein kleines Stück Hoffnung, dass es in der Redaktion einen gibt, der sein Maul aufmacht, offen seine Meinung vertritt und mit seinen gut recherchierten Kolumnen womöglich auch dem „wohlgeneigten Leser“ manchmal ein Licht aufgehen lässt, also einem Leser, der sich in seinem opportunistischem Alltag wohlig eingenistet hat und ansonsten aber den lieben Gott einen guten Mann sein lässt. Und das ist es doch gerade, was deine Arbeit so wichtig macht- die Leute zum Nachdenken zu bringen. Dafür sind Zeitungen doch da! Und deshalb finde ich es doppelt schade, dass du dort damit aufhören willst. Ich werde deine Kolumnen in den Stuttgarter Nachrichten vermissen. Mensch Meier! Und zwar saumäßig!!!

# 3007 | 08.11.2019 15:06:47 | nesenbacher schrieb:
@Joe #3006
Das wollte ich hören. Danke!
Das die Kolumne in der STN nicht mehr existent sein wird war mir klar.
Hauptsache der Salon lebt. Im Web, live in den bekannten Etablissements
und vielleicht noch in dem ein oder anderen Buch.
Zwinkersmiley (Zitat Sonneborn)

# 3006 | 08.11.2019 12:00:04 | nesenbacher schrieb:
@ 2144. Depesche: In eigener Sache (Ende STN Kolumne)
Irgendwie traurig, aber konsequent!
Nach der Werbekampagne des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger sicher der richtige Zeitpunkt.
Die Kolumne "In der Stadt" bleibt uns hoffentlich erhalten. Wer erzählt uns sonst z. B. die Stuttgarter Elser Geschichte.
Stay tuned!
Joe:Die Kolumne „Joe Bauer in der Stadt“ gibt es dann logischerweise nicht mehr. Nur noch Privateinträge auf meiner Homepage.

# 3005 | 27.09.2019 11:00:18 | rebstock schrieb:
Das Kickers Fanprojekt (https://kickers-fanprojekt.de) und die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule (https://www.cotta-schule.de) erhalten den Julius Hirsch Preis 2019 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Mit dem Julius Hirsch Preis zeichnet der DFB seit 2005 alljährlich Vereine, Initiativen und Personen aus, die sich „als Aktive auf dem Fußballplatz, als Fans im Stadion, im Verein und in der Gesellschaft beispielhaft einsetzten für die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen und gegen Antisemitismus und Rassismus für Verständigung und gegen Ausgrenzung von Menschen für die Vielfalt aller Menschen und gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit“ (Zitat aus der Ausschreibung des DFB).
Das Kickers Fanprojekt und die Cotta-Schule hatten eine gemeinsame Bewerbung eingereicht für ihre beiden zunächst unabhängig voneinander gestarteten Projekte „Heimat Kickers – Die Blauen in bewegten Zeiten“ und „Fußball im Nationalsozialismus“.
Joe:Schön. Im Fall ihres völkischen AfD-Funktionärs Ernle waren sie leider schweigsam.

# 3004 | 27.08.2019 08:45:45 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@Kolumne PROBLEMLÖSER v. 26. August 2019

Man soll ja in Über- (oder in diesem Fall Unter-?)trumpfungswettbewerbe nicht eintreten. Objektiv eingetretene Katastrophen aber dürfen und müssen angezeigt werden.
So hat mir das rätselhafte Schicksal in dieser Saison ein schlimmes Los zugedacht, insofern es mir auf dem lange verwaisten Platz neben mir auf der Haupttribüne einen Alt-Degerlocher Dauernörgler bescherte, von dem selbst ein haupttribünengestählter Kickersmann wie ich (dies auch als Grußadresse an die, die sich’s im B-Block gemütlich machen!) glaubte, dass er so eigentlich nie bzw. nur in Erzählungen existiert hat. Weit gefehlt! In jedem Fall ist dem Manne diesbezüglich ein erhöhtes, wenn nicht hohes Maß an Fertigkeiten und Fähigkeiten nicht abzusprechen. Dazu kommt die durchaus mangelhafte Problemlösungskompetenz der Kickers-Mannschaft vor dem gegnerischen Tor, insgesamt eine unerquickliche Melange, die allein durch den vorher beim Rörich genossenen Zwiebelrostbraten halbwegs durchzustehen war. Aber ich kann doch deswegen jetzt nicht in dieser Saison vor jedem Heimspiel einen Zwiebelrostbraten essen. Was wird da aus der Stadionwurst in der Halbzeit. Na gut, man könnte eine Halbe Bier mehr trinken... Mit dem Platz neben mir hat das auch noch eine bittere Pointe, weil ich selbst nach Jahren um einen Platz aufgerutscht bin, auf dass die wie stets messerscharfen Analysen, subtilsten Taktikanweisungen und profundesten Schiedsrichtereinordnungen mit den Kollegen ohne störenden Zwischenraum auskommen mögen. Das heißt, der Neuankömmling sitzt so gesehen eigentlich auf meinem angestammten Platz. Ein in vielerlei Hinsicht schillerndes Problem mit mancherlei Implikationen, das mich doch sehr ins Grübeln hat geraten lassen.
Joe:So kann es nicht weitergehen. Wir müssen die Gesamtsituation neu bewerten.

# 3003 | 05.08.2019 12:17:11 | rebstock schrieb:
Hauptsache, das Fleischermuseum in Böblingen bleibt erhalten. Das Ende des Bauernkriegs legt es vielleicht auch nahe, die Themen zusammen darzustellen.

# 3002 | 12.07.2019 22:51:07 | Niels Clasen schrieb:
Ich bin ein „Fan“ des Böblinger Bauernkriegsmuseums. Ein echtes Highlight der Region! Waren Sie schon mal dort? Wenn nicht – beeilen! Die Sindelfinger/Böblinger Zeitung meldete doch tatsächlich, das „Gutachten“ eines Stuttgarter Architekturbüros und eines Ludwigsburger „Kulturmanagers“ empfehle die Schließung! Bitte an alle: Dem bedrängten, aber verdienstvollen Böblinger Museum „einen Beistand zu thun“.
Ein Denkmal für eines der bedeutenden historischen Großereignisse der deutschen wie auch der regionalen Geschichte!!
Frage: Was für eine Situation muss entstanden sein, bevor wir uns bewaffnet gegen die Obrigkeit erheben?
Böblingens Boden ist blutgetränkt, fand doch im Mai 1525 hier eine der größten und verheerendsten Bauernschlachten des Bauernkrieges statt. Das Bauernkriegsmuseum setzt - nicht zuletzt mit einem großen Diorama der Böblinger Schlacht - den tausenden getöteten Aufständischen ein anschauliches Denkmal – und nicht zuletzt auch dem unvergesslichen, in Pforzheim 1525 gevierteilten Maler Jörg Rathgeb, der an der Schlacht teilgenommen hatte. Erstmals malte er so, dass auch das einfache Volk eine Hauptrolle spielte: Herrenberger Altar, Staatsgalerie!
Das Bauernkriegsmuseum ist ein bedeutender, absolut notwendiger Gedenkort für den „großartigsten Revolutionsversuche des deutschen Volks“ (Friedrich Engels), nicht irgend so ein Touristen-Event, wo man die Besucher/innen zählt, wo man die Präsentation auf veraltet oder zu „textlastig“ abcheckt wie es das besagte „Gutachten“ macht.

Tatsächlich nun empfiehlt das „Gutachten“ des Stuttgarter Architekturbüros Demirag und des Ludwigsburger „Kulturmanagers“ Thomas Knubben die Schließung des Bauernkriegsmuseums. Gemacht offenbar von Leuten, denen jedes geschichtliche Bewusstsein abgeh! Die stören sich an ein ein paar relativ leicht behebbaren Mängeln, aber empfehlen die Schließung!! Das kann ja wohl nicht wahr sein. Denen gehört das Honorar gestrichen!

Ginge es um die Raumnot und andere technische Mängel in den alten Mauern der Zehntscheuer, warum machen die „Gutachter“ keinen Vorschlag zur Erhaltung und Verbesserung (Anbau, anderes Gebäude, Neubau)? Immerhin handelt es sich um die historische Zehntscheuer, die selbst (wie hunderte andere „Zehntscheuern“ im ganzen Land) für den Ausbruch des Bauernkriegs eine entscheidende Rolle spiele hat, also selbst „Ausstellungsstück“ ist. Von so etwas wissen die „Gutachter“ nichts!!
Dass es dort einen düsteren Raum gibt, der die elenden Lebensumstände der Bauern um 1500 anschaulich macht - absolut nicht textlastig! Gerade Jugendliche ging der oft nahe! Dem „Gutachten“ ist das keine Erwähnung wert!
Entsorgt man so die unbequeme, aufständische, aufrührerische Geschichte dieses Landes? Will man vergessen machen, das das Recht auf Revolution ein Menschenrecht ist, das einzige wirkliche, wie Friedrich Engels bemerkte?
Ich bitte alle, sich zu engagieren, damit nicht „die Bestände des Bauernkriegsmuseum eingelagert“ (so das „Gutachten“) werden.
Das entsprechende Museums-Konzept der „Gutachter“ soll übrigens am Montag Nachmittag, 15. Juli 2019, ab 13:00 Uhr öffentlich im Böblinger Rathaus diskutiert werden.
Empört,

Niels Clasen
Joe:Vielen Dank für die Information, Niels Clasen. Die Stuttgarter Zeitungen haben inzwischen auch darüber berichtet. Deinen Text hab ich bereits auf Facebook verbreitet - mit ganz guter Resonanz.

# 3001 | 20.05.2019 15:29:28 | Wilfried Harthan schrieb:
2092. Depesche: Wiglaf Droste

Nach BVB-Spielen konnte man ihn häufiger im B-Trieb an der Theke sehen, habe mich nie getraut, ihn anzusprechen. Einmal habe ich ihn auf der Waldau getroffen und mich nett mit ihm unterhalten.

Und einmal war ich bei einer Lesung von ihm in der Dortmunder Schauburg. Nach der zweiten, dritten Zugabe kündigt er die letzte an. Also, letzte Zugabe. Beifall. Er steht auf, zieht das Jackett aus und hängt es über die Stuhllehne. Ja, was jetzt? Er geht zwei Schritte zur Seite, nimmt Anlauf und schlägt auf der Bühne ein Rad und verlässt unter Riesenapplaus den Saal. Guter Mann, einer der fehlt. Wollte ich nur noch schnell gesagt haben.

# 3000 | 10.05.2019 14:13:33 | nesenbacher schrieb:
@ #2999: Wilfried Harthan
100% Zustimmung!
Keinen Fußbreit den Rechten und Rassisten!
Danke Joe!

# 2999 | 10.05.2019 12:08:45 | Wilfried Harthan schrieb:
@ Depesche 2087

Von Ernles und Bio-Deutschen

Wenn dieser Herr Ernle von "Bio-Deutschen" spricht, dann gibt es in seinem Hirn logischerweise auch "Nicht-Bio-Deutsche". Zur Erinnerung: 1933 hat man dazu "Arier" und "Nichtarier" gesagt. Und leider hatten die Kickers damals eine Vorreiterrolle in der Ausgrenzung ihrer jüdischen Mitglieder eingenommen. Und genau deshalb haben sie heute die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, eine klare Trennlinie zu jeder Form von Rassismus zu ziehen. Die Vereinsoffiziellen sollten nicht beleidigt herumnöhlen, sondern sich bei Joe Bauer für seine Intervention bedanken. Kleiner Gruß aus der Diaspora: Danke Joe, hold on.

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