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# 2995 | 15.03.2019 19:06:25 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Mit der „Notdurftnot“, um ein glückliches Wort des Chefs aufzugreifen (vgl. Kolumne TOTALSCHADEN; 2075. Depesche vom 15. März), ist das eine heikle Sache. Ein Mann in Notdurftnot hüte sich, die Tränke aufzusuchen, ohne zuvor die Not gewendet zu haben, er ist ja bereits in Gefahr und möge sich nicht mutwillig in diese begeben. Im „Woyzeck“ sollte, wenn ich mich recht entsinne, die Beherrschung der Notdurftnot durch reichlichen Genuss von Erbsen gefördert werden, aber das führt wohl jetzt auch nicht weiter. Wikipedia führt die Notdurft wacker und in wünschenswerter Tiefenschärfe auf eine althochdeutsche Wurzel zurück, womit wir zeitlich, wenn auch nicht sprachgeschichtlich den Vandalen schon wieder recht nahekommen: So bezeichne die Notdurft die „‘Notwendigkeit, Not, (natürliches) Bedürfnis, Bedarf an notwendigen Dingen‘ zum Lebensunterhalt“, auch „das zum Leben Nötige“. Daran ist ja auch heute noch nichts Falsches.
Weiter erfahren wir, Fritz Mauthners „Wörterbuch der Philosophie“ zitierend: „… die Not zwinge im Sinne des Mangels am Notdürftigen oft zu dem, ‚was künstlerisch nicht notwendig wäre. Aber diese Not ist auch, wie in der Kulturgeschichte, die Antreiberin zu jedem Fortschritt gewesen‘“. Was zweifellos die von Vandalen zwar wohl nicht hervorgerufene, mindestens aber gesteigerte Notdurftnot am Albplatz in neue, erhellende Perspektiven stellt. Was anderes als eine solche Notdurft im althochdeutschen Sinne hätte mich letzten Samstag auf gefährliche Fahrt in die dark and bloody grounds der Ostalb gezwungen, vor denen schon Karl May warnte. Was ehedem ehrliche Banditen, sind dort heute die blutroten Gewitterblitze der Radarfallen. Machte nichts, die Not hatte nach Hängen und Würgen auf dem Richtplatz in Gmünd ein Ende und drei Punkte waren notdürftig eingefahren. Künstlerisch war das alles nicht notwendig, und ob es eine Antreiberin zu Fortschritt war, kann sich schon morgen beim Spiel gegen Neckarsulm weisen. Für reichlich Erbsen auf dem Platz dürfte gesorgt sein.

Stuttgarter Kickers vs. Neckarsulmer Sport-Union
16.03. 2019, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

# 2994 | 06.03.2019 21:19:39 | Leonhard Sock schrieb:
Die ganze Wahrheit:
"Es soll Menschen geben, die sich fragen, was an Helge Schneider eigentlich lustig sein soll. Heute noch. Oder wie um alles in der Welt man diesen Wahnsinn als Zuschauer bloß zweieinhalb Stunden aushalten kann. Die Frage, die sie sich eigentlich stellen sollten, ist aber eine andere: Wie kann man den Wahnsinn dieser Welt nur ohne Helge Schneider aushalten?" Zitat aus STN. Ja, immer wieder. Auch wenn der Meisenmann vom Kuckuck gefressen wurde. Die Natur ist brutal. Wir wollen sie schützen. Trotzdem.

# 2993 | 01.03.2019 12:09:58 | nesenbacher schrieb:
@2071. Depesche
Absoluter Wahnsinn im positiven Sinn. Hier auch das Werk von Wolfgang Frey in Wort und Bild (SWR Sendung).
https://tinyurl.com/y4s6burn
Joe:Mal schauen, wie es weitergeht ...

# 2992 | 16.02.2019 11:04:21 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Das Band, das der Frühling, der unstete Geselle, angeblich flattern lässt, ist selbstverständlich: blau. Wobei den Dreiklang Frühling – Flattern – Blau etwas sonderbar Zwielichtiges, nachgerade Unseriöses umweht, das wiederum für freudige Erregung zu sorgen stets imstande ist: etwas flatterhaft Blaues vor dunkler Waldau im jungfräulichen Frühling… welcher uralte Meister hätte dieses Bild wohl besser malen können. Mit dem Frühling zieht freilich der Ernst einher, und nichts wäre fahrlässiger, als den Frühling als heiter-verspielt abzutun, wie es gar zu oft geschieht. Der Frühling ist ein Dämon, und mit ihm kommt Oberachern.

Dessen SV, während ich diese Zeilen schreibe, sich wohl schon auf dem Weg aus der Ortenau auf die Waldau gemacht hat. Hoffentlich nicht im Diesel. Kauft euch eine Halbe unterwegs, Jungs. Sie wird euch gut tun.
Der Ort Oberachern selbst überrascht auf seiner Website mit dem pfiffigen Slogan „Attraktive Wohngemeinde in schöner Schwarzwaldlandschaft“. Dieses mag wohl so sein. Auch vermeldet Wikipedia als Sohn der Stadt einen Jörg (anderswo: Jerg) von Wimpfen, der sich als Anführer im Bauernkrieg verdient gemacht haben soll. Beim Zimmermann war hierzu auf die Schnelle nichts zu finden, auch das Internet gibt sich eher bedeckt, Schuster soll er gewesen sein und möglicherweise recht eigennützige Ziele verfolgt haben, aber man will dem guten Mann 500 Jahre später ja nichts Übles nachreden. Zwielichtig also, erneut, das Motto des Tages. Ein fünf zu null würde heute vollauf genügen. Gegeben zu Plieningen am Tage 103 vor dem Aufstieg.

SV Stuttgarter Kickers vs. SV Oberachern
16. Februar 2019, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

# 2991 | 24.01.2019 20:14:14 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2059. Depesche

Sind in der Arena beheizbare "Business Seats" verfügbar?

# 2990 | 24.01.2019 09:05:40 | nesenbacher schrieb:
@2059. Depesche - Flaneursalon am Fluss
Eine gute Nachricht: Termin ist notiert!
Zweite gute Nachricht: Außer Hab und Gut kann man auch eine Schnur mit Haken in den Fluß werfen. Laut Württ. Anglerverein gibt es im Neckar Brachsen, Karpfen, Waller, Forellen, Nasen (was da wohl gemeint ist?) und auch Barben.
https://tinyurl.com/y83b2psk
Ahoi!
Joe:Ok, ich hol die Harpune und etwas Dynamit.

# 2989 | 15.01.2019 14:51:01 | Wilfried Harthan schrieb:
@ Depesche #2057 - Nazis raus oder so

Wahrscheinlich ist es kein Trost, eher das Gegenteil: vorauseilender Gehorsam, genannt "demokratische Fairness", ist kein Stuttgarter Phänomen. Der Dortmunder DGB wollte die AfD-Ausstellung der VVN "Keine Alternative" zeigen, und zwar in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, dem ehemaligen Dortmunder Gestapo-Gefängnis. Nun hat die Stadt Dortmund die Ausstellung an diesem Ort verboten, wegen dem "Neutralitätsgebot der Stadtverwaltung, das im Vorfeld der Europawahl im Mai 2019 um so wichtiger" sei. Der DGB will nun die Ausstellung an seinem Stand im Mai bei dem zweitägigen Stadtfest "DORTBUNT" zeigen.

Doch die AfD, einmal ermutigt, deckelt gleich noch einen drauf und fordert "einen Maulkorb" für den DGB, andernfalls müsse sie auch mit einem Stand zugelassen werden, auf einem Fest gegen Rassismus, für Vielfalt und Toleranz. Auf das Herumeiern der Stadt darf man jetzt schon gespannt sein. Es gibt viel zu tun, nicht nur in Stuttgart.
Joe:Vielen Dank für diese Informationen, Wilfried. Überall kuscht man vor den Rechten - wie gehabt. Meine Zeilen allerdings bezogen sich nicht nur auf Stuttgart. Gemeint ist, dass wir in unserem direkten Umfeld was tun können und müssen.

# 2988 | 02.01.2019 20:21:17 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Im März noch nicht!
Der ist ein Wicht!
Aber im April dann,
da könnte was gehn, Mann!

# 2987 | 02.01.2019 09:02:41 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2055

Und kommt dann erst der Februar
Wird vielen Leute wieder klar:
Das geht ja glatt so weiter!
Niemand wird gescheiter!
Joe:Geht‘s aufwärtz
dann im März?

# 2986 | 01.01.2019 16:50:21 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2054 v. 1.1.19

„Der Rentner“ … sonderbar!

Macht aber nix, der Mensch hält so manches aus, wird schon werden! In jedem Falle viel Freude im neuen Unruhestand… mit hoffentlich vielen „freien Kolumnen“, dem einen oder anderen Salon (und einer krachenden Aufstiegsfeier 2019). Alles Gute!
Joe:Irgendwas kracht immer, Uwe. Besten Dank!

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