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# 2989 | 15.01.2019 14:51:01 | Wilfried Harthan schrieb:
@ Depesche #2057 - Nazis raus oder so

Wahrscheinlich ist es kein Trost, eher das Gegenteil: vorauseilender Gehorsam, genannt "demokratische Fairness", ist kein Stuttgarter Phänomen. Der Dortmunder DGB wollte die AfD-Ausstellung der VVN "Keine Alternative" zeigen, und zwar in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, dem ehemaligen Dortmunder Gestapo-Gefängnis. Nun hat die Stadt Dortmund die Ausstellung an diesem Ort verboten, wegen dem "Neutralitätsgebot der Stadtverwaltung, das im Vorfeld der Europawahl im Mai 2019 um so wichtiger" sei. Der DGB will nun die Ausstellung an seinem Stand im Mai bei dem zweitägigen Stadtfest "DORTBUNT" zeigen.

Doch die AfD, einmal ermutigt, deckelt gleich noch einen drauf und fordert "einen Maulkorb" für den DGB, andernfalls müsse sie auch mit einem Stand zugelassen werden, auf einem Fest gegen Rassismus, für Vielfalt und Toleranz. Auf das Herumeiern der Stadt darf man jetzt schon gespannt sein. Es gibt viel zu tun, nicht nur in Stuttgart.
Joe:Vielen Dank für diese Informationen, Wilfried. Überall kuscht man vor den Rechten - wie gehabt. Meine Zeilen allerdings bezogen sich nicht nur auf Stuttgart. Gemeint ist, dass wir in unserem direkten Umfeld was tun können und müssen.

# 2988 | 02.01.2019 20:21:17 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Im März noch nicht!
Der ist ein Wicht!
Aber im April dann,
da könnte was gehn, Mann!

# 2987 | 02.01.2019 09:02:41 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2055

Und kommt dann erst der Februar
Wird vielen Leute wieder klar:
Das geht ja glatt so weiter!
Niemand wird gescheiter!
Joe:Geht‘s aufwärtz
dann im März?

# 2986 | 01.01.2019 16:50:21 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@2054 v. 1.1.19

„Der Rentner“ … sonderbar!

Macht aber nix, der Mensch hält so manches aus, wird schon werden! In jedem Falle viel Freude im neuen Unruhestand… mit hoffentlich vielen „freien Kolumnen“, dem einen oder anderen Salon (und einer krachenden Aufstiegsfeier 2019). Alles Gute!
Joe:Irgendwas kracht immer, Uwe. Besten Dank!

# 2985 | 31.12.2018 15:27:23 | Wilfried Harthan schrieb:
Letzte "Stuttgarter Nachrichten"-Kolumne als Lohnabhängiger

Der Chef geht in Rente, was eigentlich gar nicht geht. Aber wenn es weiterhin jede Woche eine Kolumne gibt, dann sind wir ja gerade nochmal davongekommen. Vielleicht ist ja auch ab und zu noch eine Fußball-Kolumne dabei.

Machs gut, Joe. Langweilig wird es dir, wie den anderen Menschen mit Charakter, eh nicht. Dafür werden die Anderen schon sorgen. You'll never walk alone!
Joe:Herzlichen Dank, Wilfried. Sagen wir es so: Es wird weitergewurstelt.

# 2984 | 16.12.2018 13:33:19 | Wilfried Harthan schrieb:
SGV und SSV

Nachdem es bei den letzten vier Salon-Beiträgen um Fußball gegangen ist, möchte ich noch eine weitere Anekdote, oder besser Kurzbericht hinzufügen. Gestern fragte mich auf der Südtribüne mein Blocknachbar, ein Wahldortmunder aus Ostfriesland, was denn eigentlich die Kickers so machten. Ich nutzte die Gelegenheit, um mein Salonwissen über das harte Brot der Kickers in der Oberliga, speziell die Spiele gegen den SGV (Sport- Gesangverein) Freiberg, sowie den SSV (Schwimm- und Sportverein) Reutlingen unter die Leute zu bringen. Mein Blocknachbar berichtete, dass es in Vechta (Ostfriesland)auch einen SSV gibt, die Abkürzung hätte aber etwas ganz anderes zu bedeutuen, nämlich Strafgefangenen-Sportverein 1971 Vechta. Und den gibt es wirklich. Der ist an die dortige JVA angeschlossen und gibt Freigängern die Möglichkeit, zu kicken. Allerdings nicht im Ligabetrieb, dazu wäre, so mein Blocknachbar, die Fluktuation dann doch zu groß, eigentlich logisch. Diese Geschichte passte zu Weihnachten besser als Jingle-Bells-Gedudel vor dem Spiel. Schon interessant, was der doofe Fußball so alles zustande bringt, wenn man ihn nur lässt.

# 2983 | 12.12.2018 14:06:56 | nesenbacher schrieb:
@2044. Depesche
Bei "scharfen Socken" dachte ich zuerst an Erich Schmeil (RIP), der von "Kotlett" auch Schürhaken" genannt wurde.
Kurt "Kotlett" Hörber: immer hinterm Tor ("Feldherrenhügel") am Maschendraht, niemals überdacht ;-)
@#2982: Kotlett kickte auch bei der Eintracht. Es lohnt ein Blick zurück zur 100. Depesche.
Apropos Räpple: Er wurde heute im Landtag des Feldes verwiesen.

# 2982 | 11.12.2018 22:34:31 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Ein Fundstück:

„Blau“ ging es in Degerloch, fußballerisch gesehen, offenbar schon früher in noch anderer Weise zu, und zwar mit dem „FV ‚Die Blaue Elf‘, der 1909 auf Degerlochs Höhen ins Leben trat und 1921 mit dem FV Schwaben Stuttgart zum heutigen SV Eintracht fusionierte“. Der FV war wohl eine Fußballmannschaft der Blaukreuz-Bewegung. Das „Blaue Kreuz“ gibt es heute noch.

Wieder was gelernt. Aus: ZEITSPIEL. Magazin für Fußball-Zeitgeschichte. Nr. 13, IV/2018, S.12 (in der Rubrik: Unverzichtbares Wissen)

# 2981 | 08.12.2018 13:13:26 | Wilfried Harthan schrieb:
@ 2980

In diesem Sinne aus Dortmund:
AUF DIE BLAUE!
Natürlich nur die auf der Waldau.

# 2980 | 08.12.2018 12:59:05 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
Zweifellos waren die Reutlinger Tage die schönsten der jüngeren Kickers-Vergangenheit. Ausgerechnet. In der Heimstatt des Schwimmvereins also, der auch – in gleich vielerlei Weise zutreffend - als „Sommerschlussverkauf“ bekannt ist. Gepflegteste Spielkultur mit beinahe eingebauter Sieggarantie. Mit behaglichem Vergnügen erinnert sich der getreue Kickersmann an die junge Dame hinter dem Tresen, bei der eine Stadionwurst zu ordern ein Vergnügen war, auf das man sich bereits auf der Heimfahrt erneut fürs nächste Mal gefreut hat. Auch das Stadion, so man es denn so nennen will, ist als Sonderbarkeit und Skurrilität eine weitaus längere Reise als die aus Stuttgart wert. Eine an den Rand der Alb gezimmerte Haupttribüne, die den Geist des Größenwahns atmet und aussieht, als hätte ein UFO Ballast abgeworfen, um Reutlingen, verständlich, schnellstmöglich wieder zu verlassen. Und sonst: nichts. Der Rest der Anlage wäre einem Bezirksligisten zu peinlich. Mittendrin während des Baus ist damals wohl der ganze Reutlinger Schwindel aufgeflogen und der Cash, der rechtens nie da war, war weg. Sommerschlussverkauf eben. Was nebenbei für uns zu dem kuriosen Ergebnis führte, dass sich der B-Block auf eben diese Haupttribüne bequemen musste. Das Schicksal ist unerbittlich: „Eugenie so gehts / so schwindet was wir schauen“, schreibt der große Andreas Gryphius. Ansonsten hat – oder hatte, ich war länger nicht da – Reutlingen eine 1A-Bahnhofswirtschaft, wie man sie in dieser Güteklasse kaum mehr findet und für die der Connaisseur eine lange Fahrt gerne mit wohliger Wehmut in Kauf nimmt. Darüber hinaus hat Reutlingen: genau, ebenfalls nichts. Keinem Menschen, der bei Sinnen ist, fällt zu Reutlingen irgendetwas ein. Wikipedia weiß immerhin, dass die Stadt auf einer geneigten Schotterterrasse liegt.
Ein lärmender Unfug, ein Desaster, eine Zwangsneurose, eine Katastrophe, gegen die in der Oberliga spielen zu müssen eine Zumutung ist. Dass sich die Fans des Schwimmvereins (solche gibt es, der Mensch als solcher ist zu allem fähig) als Filiale von Cannstatt verstehen, passt ungezwungen ins Bild. Als „Hochrisikospiel“ klassifiziert, weshalb mit ungefähr siebeneinhalb Hundertschaften an Polizeipräsenz zu rechnen ist (zahlen die eigentlich wenigstens Eintritt?): Stuttgarter Kickers vs. SSV Reutlingen
Sonntag(!), 09. 12. 2018, 14 Uhr
Kickersplatz auf der Waldau

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