Bauers Depeschen


Mittwoch, 26. September 2018, 2013. Depesche


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20 JAHRE FLANEURSALON

IM GROSSEN SAAL DES GUSTAV-SIEGLE-HAUSES

Sonntag, 21. Oktober, 19 Uhr.

Die Jubiläums-Show im Gustav-Siegle-Haus, wo 1998 alles anfing. Durch den Abend führt der Berliner Kabarettist Arnulf Rating. Auf der Bühne des Großen Saals, der Stuttgarter AC/DC-Gedächtnis-Halle: Rolf Miller, Thabilé & Band mit Jens-Peter Abele, Roland Baisch & Michael Gaedt, Stefan Hiss, Toba & Pheel. Spezialgast: Nero Friktschn Feuerherdt.

Gleichzeitig Buchvorstellung: „Im Staub von Stuttgart“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Stuttgarter Philharmonikern und der Rosenau.

KARTEN: RESERVIX

Oder auch hier: EASY TICKET Telefon: 0711 / 2 555 555



Hört die Signale!

DAS LIED ZUM TAG



StN-Kolumne zur „Nacht der Lieder“ (die von mir organisiert wird)

FREUNDLICH EINEN GROSCHEN GEBEN ...

In den Supermarktregalen liegen längst Lebkuchen. In knapp drei Monaten ist Weihnachten. Und schon sind wir mit unseren Gedanken, alles könnte besser werden, mittendrin im Jahr 2019. Im kommenden Mai finden Kommunalwahlen statt, und bei der Stimmabgabe wäre es nicht falsch, uns an ein 200 Jahre altes Lied zu erinnern: „Die Gedanken sind frei“. So muss es bleiben.

Es gibt auch garstige Lieder, üble Hassgesänge. Schon lange können wir uns nicht mehr auf das Sprichwort verlassen, wonach böse Menschen keine Lieder haben. Diese These geht zurück auf Verse des großen Dichters und Spaziergängers Johann Gottfried Seume, einen erklärten Gegner aller fahrbaren Untersätze. 1805 notierte der zutiefst humane Kutschenfeind: „Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft. Schon deswegen wünschte ich nur selten zu fahren, und weil ich aus dem Wagen keinem Armen so bequem und freundlich einen Groschen geben kann. Wenn ich nicht mehr zuweilen einem Armen einen Groschen geben kann, so lasse mich das Schicksal nicht lange mehr leben.“

Mit dem frommen Wunsch, einen Groschen oder etwas mehr zu geben, auch wenn man in der Straßenbahn oder mit dem Diesel durch die Gegend fährt, steuere ich in dieser Kolumne auf „Die Nacht der Lieder“ zu. Heute habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht, je nach Perspektive: Beide Abende der 18. Benefiz-Show zugunsten der Aktion Weihnachten der Stuttgarter Nachrichten am 5. und 6. Dezember im Theaterhaus sind so gut wie ausverkauft. Inzwischen steht bereits das Programm für 2019, schließlich beginnt schon in diesem Dezember der Vorverkauf fürs kommende Jahr (3. und 4. Dezember). Es soll ja niemand die Katze im Sack kaufen.

Die Veranstaltungsreihe im Rahmen der Spendenkampagne der Aktion Weihnachten hat 2001 im Metropol-Kino begonnen. Nach drei Jahren mit dem Entertainer Roland Baisch als Moderator mussten wir wegen des großen Andrangs ins Schauspielhaus umziehen und 2010 aufgrund des Umbaus der Staatsbühne im Theaterhaus Zuflucht nehmen. Dort sind wir mit großer Freude bis heute, und aus einem Abend sind zwei pro Jahr geworden. 2020 steht die 20. „Nacht der Lieder“ an, und in diesem Fall können wir, ohne anzugeben, von einem Jubiläum sprechen.

Vom ersten Tag an war die Veranstaltung als ein Zeichen des Miteinanders gedacht: Künstlerinnen und Künstler spielen und singen für einen guten Zweck, und unsere Leserinnen und Leser erleben bei fairem Eintrittsgeld eine bunte Show mitten aus der Stadt. Der – nicht ganz unerhebliche – Erlös kommt Menschen in Not aus der Region zugute.

Inzwischen müssen wir darüber nachdenken, die Kartenpreise im kommenden Jahr in überschaubarem Rahmen zu erhöhen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Bisher verlangen wir für die Tickets zwischen 23 und 34 Euro. Naturgemäß sind die Produktionskosten gestiegen, die Show ist aufwendiger geworden. Dazu sollte man wissen: Wir geben bis heute keinen Cent für Werbemittel aus, die komplette Organisation wird ehrenamtlich mit denkbar kleinem Personal erledigt, und das Theaterhaus kommt uns dankenswerterweise bei der Miete sehr entgegen.

Auch werden nicht, wie bei fast allen sogenannten Charity-Events, gute Plätze für irgendwelche Promis bei freiem Eintritt verschwendet. Es wäre etwas peinlich, sich bei einem Akt des guten Willens aus Werbegründen mit geladenen Gästen zu schmücken. Unsere Regeln sind einfach: Wer Lust hat auf „Die Nacht der Lieder“, kann sich eine relativ günstige Karte kaufen. Bei Bedarf gibt es ein Kontingent an Freikarten für Menschen, die sich kein Ticket leisten können, aber dringend mal Abwechslung brauchen.

Unser aufrichtiger Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern, die Jahr für Jahr unkompliziert die Sache unterstützen. Den Frauen und Männern verschiedener Generationen und Herkunft, die Freude haben an diesem Mix der Kontraste und Über­raschungen. Es ist eine echte, handgemachte Liveshow. Aus Zeitgründen können wir uns keine Generalprobe leisten. Am Tag der Vorstellung werden von morgens an bis kurz vor Beginn die Soundchecks gemacht. Dann wird es ernst. Dann muss unser Entertainer/Moderator Eric Gauthier auf die Bühne, die Mitwirkenden von der Showtreppe holen und sich fühlen, als hätten wir acht Tage und Nächte geprobt. Im Garderobenbereich, auch Backstage genannt, hängen die nach bestem ­Gewissen ausgetüftelten Ablaufpläne. Wer sich nicht daran hält, wird geteert und gefedert. Wie das halt so läuft unter guten Freunden.

In diesen Zeiten ist jede solidarische Aktion eine wichtige menschliche Bereicherung. Zusammen etwas zu machen stärkt das Gemeinschaftsgefühl und den Willen, sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Angriffe auf die demokratische Vielfalt zu wehren. Kulturelle Veranstaltungen zeigen uns die Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Menschen. Das ist auch Sinn und Zweck der „Nacht der Lieder“.



 

Joe Bauer: Im Staub von Stuttgart - Ein Spaziergänger erzählt
 

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