Bauers Depeschen


Freitag, 22. Juni 2012, 933. Depesche


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NOCH ZWEI TAGE: OCCUPY MITTELKAI !!

FLANEURSALON AM NECKARUFER

Die Sache läuft, und ich bin guten Mutes: starke Resonanz in den vergangenen Tagen. Der Flaneursalon freut sich auf den Neckar.

Liebe Homepage-Besucherinnen und -Besucher: Die Freunde bunter und informativer Unterhaltung erwartet an diesem Sonntag unsere Hommage an den Neckar. Willkommen beim ersten Stuttgarter Hafen-Picknick! Wir entern das Ufer, wir wollen unseren Fluss zurückholen ins Bewusstsein der Stadt. Lange genug war er vergessen, verdrängt.

Es lebe der Neckar, der Wilde!

Gelände geöffnet ab 16 Uhr.

Programmbeginn 19 Uhr.

Auf die Bühne, einen Eisenbahnwaggon, gehen Roland Baisch & The Countryboys, das Elektro-Duo Putte & Edgar, die Sängerin Dacia Bridges, der Beatboxer Pheel und unsereins.

Hier geht es zum Vorverkauf und allen wichtigen Infos: HAFEN-PICKNICK

(Siehe auch rechts das Archiv, Depesche vom 20. Mai)



SOUNDTRACK DES TAGES



O Portugal, endlich.



Die aktuelle StN-Kolumne:



TEUFELS HAUFEN

Die Stadt war gut abgekühlt am Morgen nach dem Spiel. Wenn es kühl ist an einem Sommermorgen und die Läden noch geschlossen sind, ist die Innenstadt erträglich. Sie stinkt noch nicht nach Imbissfett.

Ich war allein unterwegs, aber anscheinend nicht der Erste, der in die Stadt geritten war. In der Schlossstraße lag ein Haufen frischer Pferdeäpfel. Beinahe hätte ich den Haufen übersehen. Die Pferde hatten ihren Haufen auf den Gehweg vor der Börse gesetzt. Polizeipferde.

Die berittene Polizei ist eine Attraktion. In New York kommen bis heute Touristen zu den Stallungen der Mounted Unit. Die reitenden Cops sind nicht ganz so berühmt wie die Feuerwehrmänner, aber gefürchteter.

Bei der Stuttgarter Polizei gibt es mehr Reiterinnen als Reiter. Frauen können besser mit Menschen und Pferden umgehen als Männer.

Es war der Morgen nach dem Spiel der Portugiesen. Portugal tat, was es immer tut. Es trauerte. Portugiesen trauern auch nach Siegen. Die Portugiesen haben eine landeseigene Wehmut, die Saudade, und eine landeseigene Trauermusik, den Fado. Damit trauern sie um das Glück.

Auch andere Länder haben eine Wehmuts- und Verlierermusik. Die Amerikaner den Blues, die Griechen den Rembetiko, die Franzosen das Chanson, die Argentinier den Tango, die Österreicher Hansi Hinterseer.

Die Deutschen haben Marsch und Techno. Marsch- und Technomusik sind verwandt. Viervierteltakt und Rumsdada. Deutsche Fans im Wirtshaus blasen sich am liebsten selber den Marsch.

An einem deutschen Biertisch würde Fußball nie in der Trauer des Fado, des Blues oder des Rembetiko enden. Wenn der Deutsche trauert, beleidigt er Polizeipferde. Ein beleidigtes Polizeipferd erkennt man an einem Haufen vor der Börse. Musikalisch eingebracht hat sich der Deutsche beim Hupen. Da kann er mit den Kroaten mithalten.

Schwer zu begreifen, warum es die Autohupe zu ihrer Popularität gebracht hat. Viele Huper beginnen zu hupen, bevor das Fußballspiel beginnt. Das Hupkonzert ist der Swingerclub der Eierlosen. Die Waiblinger und Böblinger sitzen am Stuttgarter Stadtrand in ihren Autos und warten, bis das Spiel aus ist. Sie sehen das Spiel nicht, und wenn es aus ist, rasen sie mit ihren Autos los und hupen.

Einige Nationen haben eine eigene Hupmusik hervorgebracht. Die Amerikaner Honky Tonk, die Schweizer Hupp Schwiiz, die Stuttgarter Hip-Hup von Max Herre.

Das deutsche Polizeipferd hupt nicht nach Siegen. Das Polizeipferd tänzelt, angespornt von Frauenstiefeln, durch den Korso hupender Esel. Hat das Polizeipferd genug vom Hupen, dampft vor der Stuttgarter Börse ein großer Haufen. Dann kommt der Teufel, und der Teufel sagt: Scheiß drauf! Geld stinkt nicht.



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