Bauers Depeschen


Mittwoch, 29. April 2009, 319. Depesche



BETR.: ALLES IM FLUSS



Wenn keine richtige Depesche und nur eine Ankündigung auf dieser Seite steht, verehrter Depescher-Leser, gibt es einen Grund: Ich hatte keine Zeit, eine zu schreiben. Und bereits fertiges Material rücke ich nicht mehr wahllos raus, die besseren Geschichten wandern in ein Buch. Es wird im September erscheinen, und vorher muss der FLANEURSALON IM FLUSS – wie sagt man: ins Schwimmen kommen? Das wäre Scheiße.

Der Vorverkauf für die Veranstaltung am Donnerstag, 25. Juni, ist nicht schlecht angelaufen, und noch bin ich guter Hoffnung, mit einem blauen Auge davonzukommen. Der Ausflug auf dem Neckar-Käpt’n-Schiff – es wird auf die „Wilhelma“ hinauslaufen – ist etwas finanzkrisenmäßig kalkuliert. Das heißt: Die Aktion wird finanziell ins keinster Weise gesponsert; auch der Flaneursalon an Land finanziert sich immer selbst.

230 Passagiere finden Platz, darüber hinaus keine Maus. Diese 230 Plätze müssen gebucht werden, sonst haben wir ein Leck, von Frau Merkel kriegen wir nichts, und mit den Rettungsbooten kommt man nicht weit auf dem Neckar, wegen der Schleusen.

Noch nicht entschieden ist, ob wir flussabwärts (Richtung Remseck) oder flussaufwärts fahren – oder beides. Die „Wilhelma“ hat zwei überdachte Decks, einen sogenannten Salon und einen Außenbereich an der frischen Luft. Der komplette Kahn wird unter dem Kommando von Herrn Michael Gaedt treppauf, treppab bespielt. Das wird blockweise passieren, Überraschungen sind nicht unbedingt inszeniert: Eine Schifffahrt, die ist lustig. Aber keine Angst: Wir machen Pausen.

Ständig werde ich gefragt, ob die Veranstaltung auf dem Stuttgarter Theaterschiff stattfinde. Nein, das Theaterschiff, auf dem Komödien gespielt werden, liegt fortwährend vor Anker. Wir werden fahren, da gibt es mehr zu sehen, Theater im geschlossenen Raum haben wir so oder so.

Das Wort Neckar, heißt es, komme aus dem Keltischen und bedeute „Der Wilde“. Diesem Namen müssen wir gerecht werden, wir wollen aber keinen Themenabend. Man muss schon mal das Wasser halten können, auch wenn wir die Aktion als Hommage an unseren Fluss sehen. Der Neckar wurde lange genug von den Stuttgarter Schiffsbruchpolitikern ignoriert und im Stich gelassen. Wir verbeugen uns vor ihm und singen ihm ein Lied.

Es werden einige Künstler mitfahren, Los Santos (das Trio um Stefan Hiss), die US-Sängerin Dacia Bridges, ihre Kollegin Anja Binder, Michael Gaedt selbstverständlich – und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sich sonst noch der eine oder die andere an Bord verirrt oder unterwegs angeschwommen kommt. Ob wir Konzertsaal-Qualität erreichen, ist fraglich, aber wir geben unser Bestes. Ein traditioneller Ausflugskahn scheppert so oder so wie Rock’n’Roll.

Sicher ist, dass wir um 18.30 Uhr an Bord gehen und eine Stunde später ablegen werden – es sei denn, es wäre schlimmes Hochwasser, dann müssten wir „liegend“ operieren, wie der Neckar-Käpt’n sagt. Es gibt aber kein Hochwasser, und so sind wir circa drei Stunden unterwegs. Das Schiff ist bewirtet, es gibt zu essen und zu trinken, und Alkoholleichen werden unauffällig mit Betonschuhen versenkt. So viel zum Wasserstand, und jetzt widmen wir uns wieder den bodenständigen Dingen an Land. Dort herrscht genügend Seegang.

VORVERKAUF:

Flaneursalon im Fluss - am 25. Juni auf dem Neckar-Käpt'n-Schiff Wilhelma. Karten: T: 0711 / 2 555 555 und www.easyticket.de.



Kolumnen in den Stuttgarter Nachrichten:

www.stuttgarter-nachrichten.de/joebauer



TERMIN:

Am heutigen Mittwoch, 29. April, findet im Jugendhaus Mitte eine Podiumsdiskussion unter dem Titel "Wahlzeit" statt, es geht um Jugend und Kommunalwahl. Teilnehmer sind Anna Kedziora (Freie Wähler), Werner Wölfle (Grüne), Stefanie Schorn (CDU), Reinhold Uhl (FDP), Andreas Reißig (SPD). Die Moderation hat man unsereinem anvertraut. Beginn: 18.30 Uhr. Eintritt frei. Neuer Leiter im Jugendhaus Mitte (mit dem Club Zentral) ist übrigens Georg Wittner, besser bekannt als der Musikant und Schauspieler G. A. W.



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Joe Bauer: Im Staub von Stuttgart - Ein Spaziergänger erzählt
 

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