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# 1084 | 02.02.2012 17:00:06 | Ulrich Locher schrieb:
Also hier in Hamburg ist die Scheiße im Winter nur gefährlich wenn sie noch dampft !
Joe:Bei uns in Stuttgart dampft die ganze Stadt.

# 1083 | 02.02.2012 15:38:54 | Bernhard Ubbenhorst schrieb:
Winter ist Scheiße

Edward Murphy hätte seine Freude daran. Ich nicht. Kaum zeigt der Winter heuer erstmals sein grimmiges Gesicht, geht meine Heizung kaputt. Der Flaschner kommt übermorgen, ich bin sauer und mir ist arschkalt. Aber wenn das nur schon alles wäre.
Denn arschkalt war's auch schon letzten Freitag, auf dem Trottoir am Berliner Mehringdamm. Und arschglatt. Zumindest an dieser einen Stelle, die ich erwischte, um einem der unzähligen Hundehaufen auszuweichen. Hammerhart war der Aufprall und nun weiß auch ich, lieber Joe, wie er sich anfühlt, der hängende Hammer, am Arsch. Keine schöne Sache. Wie der Winter an sich. Er ist eine maßlos überschätzte Jahreszeit. Keine Ahnung, warum manche Menschen sich nach Schnee und Kälte geradezu sehnen. Okay, reizende junge Damen möchten hin und wieder ihre pelzbesetzten Wintermäntel und Puschel-Stiefel ausführen und rüstige Oberstudienräte ihre Thermo-Outdoor-Klamotten, die selbst Robert Scott seinerzeit vor dem Kältetod in der Antarktis bewahrt hätten. Aber das geht mir am kalten Arsch samt Hammer vorbei. Winter ist Scheiße. Er verursacht Depressionen und Frostbeulen. Schon volkswirtschaftlich gesehen ist die kalte Jahreszeit eine einzige Katastrophe. Die Menschen tragen von November bis März ihre schwer verdiente Kohle in die Alpenstaaten und werfen sie dort zum Fenster raus. Nur um sich in Skihütten mit billigem Fusel Mut anzutrinken, dabei grenzdebile Musik anzuhören und sich hinterher am Hang die Knie zu verdrehen und die Knochen zu brechen. Der Krankenstand steigt im Winter so zuverlässig an wie die Ausgaben der Krankenkassen. Von den Unfallstatistiken auf winterlichen Straßen ganz zu schweigen. Der Winter gehört abgeschafft. Vielleicht erledigt das mittelfristig die Klimaerwärmung, doch kurzfristig sollte über Sofortmaßnahmen nachgedacht werden. Ein nationaler Winterschlaf mit Ausgangssperre löste viele der Probleme und wäre obendrein ein probates Mittel zur Steigerung der Geburtenrate. Ist aber nur schwer umzusetzen. Doch man könnte ja mal mit einem Wintersportverbot anfangen. Das hilft der Wirtschaft und schont die Natur wie den Geldbeutel. Es erspart einem außerdem das Wintertrauma-Gedudel der Eislaufbahn auf dem Schlossplatz und die höchst überflüssige Berichterstattung über einige merkwürdige Sportarten im Fernsehen. Wie etwa das militärische Heckenschützentraining mit Ski (aus dem Hinterhalt schießen und schnell weglaufen: darin sind die Deutschen seit jeher Spitze, sagte Harald Schmidt einmal) oder Fliegen ohne Flügel mit Ski für anorektische Rotzlöffel oder das Weitwerfen kleiner, osteuropäischer Damen mit Schlittschuhen zu Musik auf Eis. Und, und, und... Der Einfachheit halber plädiere ich dafür, nur noch Sportarten mit Ball zuzulassen und in diesem Zuge auch die alberne Winterpause in der Bundesliga abzuschaffen, damit es den Menschen nicht langweilig wird. Das wäre doch schon mal was.
Joe:Werter Bernhard: Der Hund kackt auch im Sommer auf den Mehringdamm, was soll er in Kreuzberg anderes tun. Der Hammer wiederum hängt am Arsch der Welt das ganze Jahr. Das weiß ich aus Stuttgart. Richtig Scheiße ist, dass die Kickers keine Rasenheizung haben.

# 1082 | 01.02.2012 18:27:31 | Bruno Bienzle schrieb:
Zur Depesche Nr. 857:
Solche Kolumnen kommen zustande, wenn der Stadtmensch ein Schreiber (oder der Schreiber ein Stadtmensch) und außerdem Herr seiner fünf Sinne ist. Voraussetzungen für Qualitätsjournalismus, dem die Herren Verlagsmanager (Händler mit bedrucktem Papier und zunehmend elektronisch vervielfältigter, rasch verderblicher News-Ware) samt ihren Helfershelfern in den Redaktionen die Luft abdrehen. Noch gibt es Nischen. Doch wir brauchen viele davon. Noch besser: Medien, die Qualitätsjournalismus zu ihrem Leitbild erklären (und täglich daran arbeiten). Vielleicht geht es dann auch mit der elementaren Kulturtechnik des Lesens wieder aufwärts. Und wenn nicht? Dann hat es diese Gesellschaft, der die Segnungen von Demokratie und Pressefreiheit geschenkt, ja sogar aufgenötigt wurden, nicht anders verdient, als mit pseudodemokratischen Ritualen und den Spielarten des Infotainments abgespeist zu werden. Anschauungsmaterial liefert gerade der US-amerikanische Vorwahlkampf. Und ein Vorgeschmäckle die verlogenen Einlassungen der schwarzen Heuchlerriege um Betschwester Merkel in der Causa Wulff.

# 1081 | 01.02.2012 15:09:28 | Georg Mayer schrieb:
@ Depesche vom 31. Januar/Kolumne "Der Investor"

Hallo Herr Bauer,
auf Seite 11 der StN-Ausgabe vom Dienstag schaut mir Meike Schlecker mit versteinertem Gesichtsausdruck entgegen und "ist verwundert, daß Schlecker noch so ein schlechtes Image" habe. Auf Seite 16 lese ich, wie Sie Zeuge eines menschenverachtenden Kündigungsvorganges wurden. Und das ist möglich trotz der angeblichen 1050 Betriebsräte? Mir fällt dazu spontan nur ein passendes Wort ein: "Lügenpack!"

Hoffentlich lesen möglichst viele Leute Ihre Kolumne!
Das wünscht sich
Ihr Georg Mayer

# 1080 | 01.02.2012 11:24:13 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@1079
DANKE DANKE! Das beruhigt ungemein...

Jedoch wollen wir neben dem ermutigenden (wenngleich ambivalenten) Herrn Schiller auch die Worte Prosperos nicht ganz vergessen (auch so ein Spezialfall): "And my ending is despair..."

# 1079 | 01.02.2012 10:34:15 | nesenbacher schrieb:
@Uwe Horst Pfeifer - Altersdiskriminierung
Zur Beruhigung, mir scheint es ist alles in Ordnung.

"Alles wiederholt sich nur im Leben, ewig jung ist nur die Phantasie."
gekürzt (Friedrich Schiller)

# 1078 | 31.01.2012 20:41:21 | Bernd schrieb:
Wenn ich die jüngsten Beiträge auf dieser Seite lese, habe ich ein mulmiges Gefühl: Nicht nur Bahnhöfe verlieren Flügel...
Joe:... uns aber haut sie keiner weg. Wir sind bis jetzt noch selbst verantwortlich für unsere Fragmentierung.

# 1077 | 31.01.2012 18:44:23 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@1076 / Kommentar
Sehr geehrter Herr Bauer,

da treffen Sie bei mir auf einen extrem wunden Punkt: Ich wollte mal - erst vor kurzem - aufgeklärt werden, da hieß es, das lohne sich bei mir jetzt auch nicht mehr.
Ein klarer Fall von Altersdiskriminerung.

- Der Ihre -

# 1076 | 31.01.2012 17:16:26 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@ Kolumne DER INVESTOR / Nachtrag

Sehr geehrter Herr bauer,

was mich noch interessieren würde: was ist eigentlich "relativ jungfräulich"?

Völlig verdutzt

- Der Ihre -
Joe:Pfeifer mit zwei f, hat Sie keiner aufgeklärt? Relativ jungfräulich ist die Vorstufe von etwas schwanger.

# 1075 | 31.01.2012 16:51:21 | Uwe Horst Pfeifer schrieb:
@ 1074
Sehr verehrte Frau K.,

„der Ihre“ verfügt über die einzigartige Eigenschaft, jederzeit - auch im Hochsommer - überwintern zu können. (Die Mutter des Ihren nannte schon das unerträgliche geistige Absenz, als es das Wort „unerträglich“ mit der heutigen Färbung noch gar nicht gab). Soviel Selbstlob darf an dieser Stelle einfach auch einmal sein, und ich bin sicher, ein wie stets gnädig gestimmter Herr Bauer lässt dies passieren... @ Kolumne DER INVESTOR

Sehr geehrter Herr Bauer,

Ihre Berufberatung erregt mein äußerstes Interesse! Schon immer war es mein Wunsch, einmal im Hosenanzug und mit schwarz gefärbten Haaren Teil eines Rollkommandos zu sein. Sorge bereitet mir nur noch der allenfalls in Anschlag zu bringende Lippenstift (welche Farbe? welche Marke? wie mit dem Hosenanzug abgestimmt?) und vor allem das Schuhwerk, dem ich ob des anzustrebenden festen Auftritts, meiner notorischen Knieweichheit eingedenk, doch mit gemischten Gefühlen entgegensehe. Vielleicht müsste man auch nicht in den kleinen Laden. Vielleicht könnte man sich - auf eine Flasche Sagrotan (wozu eigentlich?) - gleich an die BW-Bank wenden.

Fragt sich inspiriert

- Der Ihre -

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