Bauers Depeschen


Donnerstag, 09. Juli 2015, 1491. Depesche


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ACHTUNG! ALTSTADT!

Wir, die Freunde der Altstadt, laden zum 2. Schmuddel-Bankett - am Samstag, 18. Juli, in der Leonhardstraße. 14 Uhr bis 18 Uhr. Essen & Trinken an einer schönen Tafel. Spaziergang durchs Viertel - und dazu erstklassige Live-Musik mit der Band Anjabelle, mit Steve Bimamisa, Mail Pinto & David Presna - und Waldo Weathers (Ex-Saxofonist von James Brown). Stuttgarts historisches Zentrum darf nicht vor die Hunde gehen!



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LIED DES TAGES



LIEBE GÄSTE,

bis Ende des Monats mache ich Kolumnen-Pause, in dieser Zeit stelle ich ein Buch mit gesammelten Kolumnen und einigen neuen Texten zusammen. Der Band „In Stiefeln durch Stuttgart – Von Komakäufern und Rebellen“ erscheint im Herbst in der EditionTiamat, Berlin. Buch-Vorstellung ist beim nächsten Flaneursalon am 18. Oktober im Theaterhaus. Die Besetzung des Abend steht noch nicht endgültig fest. Sicher ist, dass die Kabarettistin Christine Prayon („heute-show“, „Die Anstalt“) durch den Abend führen wird. Im Aufgebot sind auch der Rapper Toba Borker und der Beatboxer Pheel sowie die amerikanische Sängerin Eva Leticia Padilla mit ihren Musikern. Ein weiterer Act kommt hinzu. Der Vorverkauf läuft bereits.

Nach unserem Flaneursalon im Neckarhafen in der wunderschönen Sommerkulisse am Flussufer habe ich an einigen Reaktionen gemerkt, dass sich viele Leute unter dem „Format“ unserer Show nichts vorstellen konnten, ehe sie es erlebt haben. Das Prinzip des Flaneursalons ist das einer kleinen Stadt-Revue: Verschiedene Musikstile treffen in schnellen Wechseln aufeinander, die Künstler gehen mehrmals auf die Bühne, dazwischen lese ich Texte, bleibe aber nie länger auf der Bühne als ein Musiker. Der „Moderator“, zuletzt Wiglaf Droste, verbindet nicht nur die Dinge wie ein üblicher Ansager, er ergänzt die Show mit eigenen Beiträgen. So entsteht ein Abend mit starken Kontrasten und scharfen Schnitten, mit emotional sehr unterschiedlichen Momenten und Stimmungen. Der Humor ist so wichtig wie die Poesie und die kritische Betrachtung der Stadt. Und selbstverständlich spielt immer die unmittelbare Umgebung der Show eine Rolle: der Stadtteil, der Ort, seine Geschichte. Entsprechend bunt ist die Musik: Songwriting, Rock 'n' Roll, Jazz, Klassik - im Hafen erweitert durch den berührenden Auftritt des Chors der Vesperkirche: rahmenlos & frei.

Oft sitze ich lange am Ablaufplan des Abends, schiebe hin und her, bis ich die Lösung habe. Oberstes Gesetz ist die Kurzweiligkeit. Da unsere Abende nicht geprobt werden können, brauchen sie eine verlässliche Schreibtisch-Dramaturgie. Genauso wichtig sind kleine, spontane Überraschungen fürs Publikum.

Im Lauf der vielen Jahren hat sich der Flaneursalon entwickelt, er wurde vielseitiger, rhythmischer. Das Prinzip dieses sogenannten Formats beruht auf dem Varieté, einer durch und durch städtischen Unterhaltungsform: Verschiedene Dinge treffen aufeinander: stören sich nicht, ergänzen sich. Haben also etwas mit urbanem Leben zu tun, mit der Buntheit der Stadt. Leider wurde der Begriff „urban“ inzwischen durch die Werbung dermaßen verhunzt, dass man ihn nicht mehr hören kann. Jeder Klamottenladen, jede Gemüsebude ist heute so „urban“ wie die provinziellen Einkaufszentren.

Was sich im Flaneursalon abspielt, ist etwas schwer zu vermitteln. Leute, die nie da waren, haben falsche Vorstellungen von dieser Art Mixed Show (um auch mal diesen, mir nicht sonderlich sympathischen Begriff zu verwenden). So werde ich oft gefragt, ob ich bald wieder eine „Lesung“ mache, nach dem Motto: Da sitzt einer in der Ecke, trägt seine Texte vor, und zwischendurch gibt’s ein wenig Musik. Der Trick des Flaneursalons aber ist das Zusammenspiel verschiedener Elemente, und ich muss das alles hier mal sagen, weil ich den Eindruck habe, dass viele Leute ein falsches Bild von unserem Treiben im Kopf haben.

Leider ist heute die natürliche Neugier des Menschen ziemlich verkümmert, so dass man für jede Veranstaltungsform unbedingt ein Etikett parat haben muss: Comedy, Poetry, Känguru-Boxen, irgendwas. Aber der Flaneursalon ist halt leider nur der Flaneursalon. So, und jetzt zurück zur Buch-Wurstelei. Es gibt im Übrigen wichtigere Probleme auf der Welt als einen Unterhaltungsabend, auch wenn eine solche Sache durchaus den Blick auf unsere kleine Welt öffnen und schärfen kann.



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