Bauers Depeschen


Montag, 27. Januar 2014, 1237. Depesche



ZUM KOPIEREN UND VERBREITEN


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TIPP: STEVE GUNN, großartiger Singer/Songwriter aus Brooklyn, gastiert am heutigen Montag im Tonstudio Stuttgart. Theodor-Heuss-Straße/Lange Straße. 20.30 Uhr.



LIEBE GÄSTE,

am Mittwoch, 19. Februar, ist der FLANEURSALON nach längerer Pause wieder in der ROSENAU. Dort waren wir im Jahr 2000 zum ersten Mal. Mir gefällt es, wenn sich mehrere Generationen auf der Bühne versammeln, und deshalb präsentieren wir Ihnen diesmal die Familien-Bande: mit Zam Helga & Tochter Ella Estrella Tischa, mit Roland Baisch & Sohn Sam, Toba Borke & Pheel. Alles ganz hervorragende Musiker, und eine so bunte Besetzung sieht man nicht alle Tage auf einer kleinen Bühne. Über ein volles Haus würde ich mich freuen. Beginn: 20 Uhr. Karten übers Internet oder via Telefon: 01805/700 733.



Der Klick zum

LIED DES TAGES



Die StN-Bundesliga-Kolumne: 



DIE WAHRHEIT

Eine Erstliga-Partie gewinnt man, wenn man „echten Männer-Profifußball“ spielt, hat uns der Bayern-Spieler Thomas Müller nach dem 2:0 der Münchner in Gladbach anvertraut. Gladbachs Vereinsmanager werden nicht umhinkommen, ihren Spielern schnurstracks einen Medizin-Check beim Gynäkologen zu verordnen.

Männerfußball ist bekanntlich nichts für Warm­duscher, zumal man neben unzähligen pikanten Enthüllungen aus dem Seelen­leben der Stars mit unangenehmen Stör­geräuschen rechnen muss. Kaum hat man von Müllers Hommage an den undressierten Mann gehört, stößt man auf die Nachricht, bei den Arbeiten für die Männerfußball-WM 2022 in Katar hätten weitere 36 Nepalesen ihr Leben gelassen. Insgesamt seien auf den WM-Baustellen im vergangenen Jahr schon 185 Arbeiter aus Nepal umgekommen. Selbstverständlich hat der DFB-Boss Niersbach sofort verlaut­baren lassen, diese Meldung sei „erschütternd“. Nicht gesagt hat er, es sei ein Verbrechen am Spiel, echten Männer-Profifußball aus reiner ­Profitgier in Disneyland-Stadien voller Air-Condition-Monster zu veranstalten.

Seien wir nicht pingelig. Korruption ­gehört zum Geschäft, und das Spiel geht weiter. Mit Blick aufs Inland sollte man auch nicht denken, die maskuline Dominanz des FC Bayern könnte dem Unterhaltungswert der Liga schaden. Im Gegenteil. Wenn die Münchner an diesem Mittwoch beim VfB antreten, erwartet die Gastgeber ein „leichtes Spiel“. Gesagt hat es der VfB-Männerprofi Gentner, und er hat es philosophisch klug begründet: Gegen die Bayern gibt es nichts zu verlieren, weil es gegen die ­Bayern nichts zu gewinnen gibt.

Die Münchner verweigern sich ja schon rein organisatorisch dem üblichen Spiel­betrieb. Während etwa der ehemalige deutsche Topclub Borussia Dortmund eine zweite Mannschaft in der dritten Liga unterhält, um sie in Duellen gegen die Stuttgarter Kickers zu stählen, lassen die Münchner ihre zweite Mannschaft in der ersten Liga spielen. Ihr Premium-Team tritt in der Champions League an. Unsereins am Flachbildschirm freut sich, dass uns die Bayern wenigstens den Weltmann Sepp Guardiola bei ihren Provinz-Auftritten gönnen.

Für den kleinen Mann im Männer-Profifußball spielen die Bayern nur noch insofern eine Rolle, als er bei seinem Buchmacher einen Fünfer auf ein frühes Datum der Meisterfeier setzen kann. Das heißt aber nicht, dass die Liga langweilig ist. Der ­kleine Fan hakt die Überirdischen aus dem Hause Hoeneß ab und blüht auf in seiner Ersatzreligion namens Tradition. Deren Mantra beschert mehr Glücksgefühle als ein Sack voll Schwarzgeld in der Schweiz.

Warum gewinnt der Club eines Hörrohr-Fabrikanten haushoch beim Team des Wolfsburger Weltkonzerns VW? Ich sage es Ihnen: Weil Hannovers neuer Trainer ­Tayfun Korkut einst das Männer-Profifußballhandwerk beim Traditionsclub Stuttgarter Kickers erlernt hat.

Warum gewinnt der Pappnasenclub Mainz 05 bei einer Mannschaft, die das Logo der Mercedes-Benz-Bank auf dem Trikot trägt? Weil der 05-Trainer als Männer-Fußballprofi beim Traditionsclub Stuttgarter Kickers spielte, ehe er als Kellner in der örtlichen ­Radio-Bar alles über Rhythmus und Timing des deutschen Hip-Hop erfuhr.

Und warum schlägt der Armenhaus-Verein SC Freiburg sensationell Bayer Leverkusen, das Team eines Weltpharmakonzerns, der vor 118 Jahren das Antriebsmittel ­Heroin erfunden hat? Ganz einfach: Weil sich Freiburgs Chefcoach Christian Streich vor nicht einmal 30 Jahren alle Psycho-Tricks für den Überlebenskampf geborener Verlierer beim Traditionsclub Stuttgarter Kickers angeeignet hat.

Damit sind alle wahren Geheimnisse des echten Männer-Profifußballs gelüftet.



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