Bauers Depeschen


Sonntag, 14. Oktober 2012, 994. Depesche


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SOUNDTRACK DES TAGES



KLEINER SALON BEI RATZER

Am Samstag, 20. Oktober, gibt es wieder die "Stuttgart-Nacht" - die Bus-Ralley für Event-Süchtige. Eine der Stationen ist das ehrenwerte Plattencafé Ratzer Records im Leonhardsviertel (neben dem unersetzlichen Brunnenwirt). Und weil das ein schöner Ort ist, machen wie dort den kleinstmöglichen Flaneursalon, nämlich eine Lieder- und Geschichtenshow zu zweit: der große Sänger/Songschreiber Zam Helga und unsereins.



Buch, Flaneursalon, Politik

LIEBE HOMEPAGE-GÄSTE,

mein Kurzurlaub geht zu Ende, die wichtigsten Dinge sind erledigt. Schon in fünf Wochen ist Buch-Vorstellung im Theaterhaus. Weil ich immer wieder gefragt werde, noch einmal: Mein neue Auswahl von Kolumnen und anderen Texten ist bereits im Handel erhältlich. Leider nur gegen Geld. 14,90 Euro für 55 Texte auf 192 Seiten, mit einem Nachwort von Wiglaf Droste.

Das Buch trägt – überraschenderweise – denselben Titel wie der abgebildete Buchdeckel auf dieser Seite: „Im Kessel brummt der Bürger King – Spazieren und über Zäune gehen in Stuttgart“. Das Coverfoto hat Lutz Schelhorn aus Stuttgart am Nordbahnhof gemacht. Ein Intelligenzler aus meinem Kollegenumfeld hat bereits kundgetan, es handle sich um eine Montage, zusammengebaut per Fotoshop am Computer. Barer Unsinn. Lutz hat es gemacht, als ich aus Jux auf der Schiene balancierte.

Unsereins verweigert sich bis heute Amazon, ich bestelle Bücher bei einem benachbarten Buchhändler in der Schwabstraße im Westen, schon anderntags kann ich sie abholen. Platten, egal ob Vinyl oder CD, kaufe ich beim Händler – kaum eine vergleichbare Stadt ist damit so gesegnet wie Stuttgart. Man denke an Ratzer Records in der Altstadt, an die weit größeren Läden Second Hand Records (gegenüber der Liederhalle, wo es selbstverständlich auch neue Produkte gibt) und an Einklang am Charlottenplatz – alle drei paradiesische Treffs für Musikliebhaber. Im Einzelhandel sind die Sachen etwas teurer, der Spaß beim Kaufen aber umso größer.

Wie bereits millionenfach angekündigt, gibt es eine offizielle Buch-Premiere, nämlich am Sonntag, 18. November (19.30 Uhr), im Theaterhaus (T2). Dieser Termin ist Zufall, weil für diesen Tag schon im vergangenen Jahr ein Flaneursalon gebucht war - aber noch kein Buch. Jetzt schlage ich zwei Fliegenschisse mit einer Klappe.

Das Aufgebot für den Flaneursalon erscheint auf den ersten Blick groß, es wird aber keine längere Show als sonst. Ich hatte einfach Lust, noch einmal vorzuführen, was der Flaneursalon zu bieten hat: einen saftigen Mix mit guten Künstlern. So schnell werde ich mir etwas Ähnliches nicht mehr leisten können.

Der Sterne-Koch Vincent Klink ist im Theaterhaus wieder dabei, er wird, begleitet von Patrick Bebelaar am Klavier, Basstrompete spielen und etwas aus seinem Text-Repertoire vortragen. Der grandiose Impro-Rapper Toba Borke und sein virtuoser Beatboxer Pheel gehen auf die Bühne, die Sängerin Dacia Bridges, das Trio Los Santos um Stefan Hiss – und der große Roland Baisch als Conférencier. Dazwischen wird unsereins Glossen und Geschichten vorlesen.

Bis heute finde ich es lustig, dass diese Show zu einem Teil mit Zeitungstexten bestritten wird. Zum Vortragen und zur Veröffentlichung in Büchern werden sie zwar nachbearbeitet, eigentlich aber zeigen sie, dass man auch in üblichen Tageszeitung einen gewissen Unterhaltungswert herstellen könnte … wenn man wollte.

Es wäre eine große Freude, könnten wir den Theaterhausaal am 18. November füllen. Leider kostet auch dieser Abend Eintritt, weil ich ja Miete, Technik, Gema, Künstler usw. bezahlen muss. Das ist schlecht für Leute, die mich nach jedem Gratis-Auftritte im politischen Bereich fragen, ob man meine Texte auch im Internet finde. Liebe Aktivisten und Aktivistinnen, leider ist noch nicht alles auf der Welt umsonst – dagegen sprechen die politischen Verhältnisse und die wirtschaftlichen Lebensbedingungen, gegen die viel zu wenig protesiert und demonstriert wird. Ein solidarisches Engagement für den Flaneursalon an der Theaterhaus-Kasse brächte allerdings viele Punkte im Charakterbereich. Der Eintrittspreis liegt inklusive allem unter 20 € - das erscheint mir für unsere elfköpfige Truppe vergleichsweise anständig, wenn man bedenkt, was man anderswo für einen drittklassigen Comedy-Fuzzi berappen muss. Damit ist es gut für heute, gleich kommt Serben-Eddy, und dann laufen wir wie Sportsmänner mit Charakter durch den Dachswald.

Karten fürs THEATERHAUS gibt es auch über die Telefonnummer 07 11/40 20 720.



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