Bauers Depeschen


Freitag, 08. Juni 2012, 925. Depesche




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LIEBE HOMEPAGE-GÄSTE,

es gibt eine gute und hilfreiche Neuerung auf dieser Seite: Ralf Schübel von AD1 hat mir dankenswerterweise den Permalink oben eingerichtet, so dass sich jede Depesche ab sofort direkt posten und verlinken lässt.

 

Das Hafen-Picknick

FLANEURSALON AM NECKARUFER

Sonntag, 24. Juni, Mittelkai

Die Pfingstferien gehen zu Ende, die EM beginnt. Und irgendwo dazwischen sollten wir nicht absaufen. Das Bild für die Depeschen-Seite (rechts) hat der Fotograf und Kollege Leif Piechowski am Ort unserer Flaneursalon-Show im Stuttgarter Hafen gemacht. Ich appelliere an alle Homepage-Besucherinnen und -Besucher, an die Freunde bunter und informativer Unterhaltung: Unterstützt unser Hafen-Picknick, die Hommage an den Neckar, besorgt Euch bitte Karten im Vorverkauf für unser (überdachtes) Hafen-Picknick am Sonntag, 24. Juni. Auf die Bühne, einen Eisenbahnwaggon, gehen Roland Baisch & The Countryboys, das Elektro-Duo Putte & Edgar, die Sängerin Dacia Bridges und der Beatboxer Pheel. Wäre schade, wennn der Flaneursalon ausgerechnet bei dieser Aktion baden gehen würde ... Hier geht es zum rettenden Ufer: HAFEN-PICKNICK

(Siehe auch rechts das Archiv, Depesche vom 20. Mai)



SOUNDTRACK DES TAGES



Die aktuelle StN-Kolumne:



FUSI-PARTY

Fußball ist das Größte. Trotz aller nationalistischen Dummköpfe in seinem Umfeld ist Fußball so international wie kein anderes Spiel (außer Zocken). Fußball ist weltlastiger, grenzenloser als Popmusik.

Heute beginnt die EM, und die Stadt wird um einige Partymeilen und Erregungsleichen reicher sein. Selbst ohne Stoff sind die Fans gut gedopt, die jungen faseln vom „Fusi“, und die alten hatten nicht mal Zeit, vor der EM-Premiere ihr Hirn freizupusten. Bis zur Stunde steckt das Champions-League- Finale zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea in den Köpfen, diese betörende Hommage an die Unberechenbarkeiten des Dramas Fußball. Ja, und dann, Sportskameraden, sind die Stuttgarter Kickers in die dritte Liga aufgestiegen. Ein ehrloser Hund, wer es vergessen hat.

Eine Weile bin ich in der Stadt herum­gegangen, habe nachgedacht, was mir von der WM vor zwei Jahren in Südafrika geblieben ist. Die schwarz-rot-goldene Vuvuzela von der Tankstelle steht noch in der Bude wie ein vergessener Christbaum aus Plastik. Der Ölkonzern hatte ein Büchlein beilegen lassen, damit der Vuvuzela-Käufer glauben sollte, er blase in ein afrikanisches Traditionshorn. In Wahrheit hatte man ihm ein Marketing-Produkt angedreht. Die Vuvuzelas leisteten dennoch gute Dienste, sie stärkten die Kampfmoral bei S-21-Demos.

In einem Plattenladen hatte ich mir zur WM die Doppel-LP „Soweto“ besorgt. Im Begleitheft erfuhr ich etwas über die Mzsansi Music und die junge Kultur in Südafrikas Städten. Beim Fußball kann man, so man keine Fusi-Fritte ist, mehr als Party lernen. Im „Kicker“ steht: „Torwart Gigi Buffon ist immer noch überaus ehrgeizig. Auf ihn kann sich Italien nach wie vor verlassen.“ Das ist wahr. In einem Wettbüro hat man Schecks von ihm über 1,5 Millionen Euro gefunden. Er sagt, er habe sich dafür unter anderem zwanzig Rolex-Uhren kommen lassen. Das zeugt von einem verlässlichen Qualitätsbewusstsein. Den Rest der italienischen Mannschaft bilden Freigänger aus dem Knast.

Unsereins wird bei der EM versuchen, im Wettkampf gegen die Rolex die Stimmung in den heimischen EM-Stadien in Zeitungspapier zu packen. Weniger großspurig ausgedrückt: Die Fußballkneipe muss zu ihrem Recht kommen. In Fußballkneipen werden Spiele entschieden, jedenfalls wenn das Publikum Charakter hat und Voodoo kann.

Vielleicht wäre ich auch lieber in Polen. Seit ich Ende der achtziger Jahre Mike Figgis’ Film „Stormy Monday“ gesehen habe, will ich nach Krakau. In dem schwarz gefärbten­ Krimi spielt das Krakow Jazz Ensemble eine saukomische Rolle. Krakau ist Europas Jazzclub-Hauptstadt. Bisher kam ich mit der Eisenbahn nur bis Frankfurt/Oder und zu Fuß über die Brücke zum Polenmarkt von Slubice. Das ist kein Leben.

Überall, nicht nur im „Kicker“-Sonderheft, steht zu lesen, die deutschen Fußballer seien zum Titelgewinn verdammt: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Der große Fußballspieler und Poet Jorge Valdano sagt, was einem Spieler blüht: „Der Fußballer ist ein Schauspieler, der verpflichtet ist, ein unbekanntes Werk vor einem Gegner aufzuführen, der sich bemüht­, dies zu verhindern.“

Unter diesen Umständen dürfte es selbst für Löw & Co gelegentlich schwierig sein, das Spiel zu gewinnen. Darauf können Sie entspannt 1,5 Millionen wetten.



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